Ich habe bei einem Versandhandel bestellt und erwarte das Paket sehnlichst. Morgens habe ich beim Online-Tracking gesehen, dass heute ausgeliefert wird und freue mich schon. Eine Stunde später sehe ich: "8:54 Uhr: Annahme verweigert". Das ist dreist. Ich war zu Hause und hätte das Paket natürlich angenommen - hätte der Zusteller nur geklingelt!
Mehrere Anrufe bei verschiedenen Hotlines von Hermes (das Versandhaus ist Firmenkunde, daher muss ich eine andere Hotline wählen - was einem auch erst die Hotline verrät). Später erfahre ich, dass man angeblich keinen Zugriff auf das Paket habe, man könne den Zusteller nicht anrufen, damit er das Paket erneut zustellt. Das Paket geht zurück, der Versandhandel berechnet in so einem Fall pauschal 15€ Bearbeitungsgebühr. Danke, Hermes!
Ein weiteres Telefonat mit dem Versandhandel ergibt, dass mir die Bearbeitungsgebühr zwar aus Kulanz erlassen wird, es jedoch nicht möglich sei, das Paket erneut loszusenden. Die einzelnen Artikel werden ins Lager zurückgebucht und erneut verkauft. Da mittlerweile aber einige Artikel aus meiner Bestellung ausverkauft sind, müsste ich die nächsten Tage permanent online checken, ob gerade wieder einer zufällig verfügbar ist. Ich kann diese Artikel also vergessen. Sehr ärgerlich. Und alles nur, weil jemand zu faul war, seinen Job zu machen.
Bestell-/Kundennummer: Sendung 73348140603856
Meine Forderung an Hermes Logistik-Gruppe Deutschland:
Entschuldigung des Zustellers, Versprechen, dass das nie mehr vorkommt
Antwort auf die Beschwerde vom 19.12.2012
Hallo ReclaBoxler-6404742,
wir bedauern sehr, dass Ihre Sendung nicht zugestellt wurde. Der Zusteller hat versehentlich "Annahmeverweigerung" gescannt, in Wirklichkeit handelt es sich jedoch um einen Schden an der Zustelltüte. Bitte wenden Sie sich für die weitere Klärung an Ihr Versandhaus.
Für die entstandenen Unannehmlichkeiten bitten wir vielmals um Entschuldigung.
Herzliche Grüße
- Ihr Hermes Kundenservice
kommentare und trackbacks 4
also rechtlich gesehen ist es mir "unbekannt", das es
für "Rückführungen" eine "Bearbeitungsgebühr" gibt.
Steht das (ernsthaft) so in den AGB? Da würde
ich mal der Verbraucherzentrale, etc. "Meldung"
machen.
Gruss
"Unzustellbare Pakete: Wenn Ihr Paket nicht zugestellt werden kann, erhalten Sie von uns eine Erinnerung. Falls ein Paket nach mehreren Versuchen nicht zugestellt werden kann, wird es an uns zurückgesandt. Wir stellen Ihnen dann 15 € Gebühr für die uns hierdurch entstandenen Kosten in Rechnung. ", Quelle: https://www.hm.com/de/customer-service/shipping-and-delivery
. was ja auch verständlich ist, schließlich haben die Aufwand und Kosten, und wenn dann jemand sein Paket nicht annimmt. sicher, daß sowas nicht legal ist?
Letztenendes also alles wieder im Lot, man fragt sich nur, warum das leicht beschädigte Paket nicht direkt zugestellt wurde. Ich meine, da steht "H&M" drauf, da ist doch klar, daß eine Delle im Karton keinen schlimmen Schaden angerichtet haben kann. das nächste Mal würde ich das gerne selbst entscheiden, ob ich so eine Sendung annehme oder nicht.