Sehr geehrte Damen und Herren,
mehrere Jahre lang bin ich treue Kundin der Hermes-Logistik und werde sicherlich auch weiterhin Ihre Leistungen in Anspruch nehmen. Umso wichtiger ist es mir, den unangenehmen Vorfall mit Ihnen zu klären.
Im Durchschnitt erhalte und versende ich monatlich 10 bis 20 Pakete. Da ich auch berufstätig und selten zu Hause erreichbar bin, habe ich zu meinen Gunsten, aber auch um die mehrfache Zustellversuche und dadurch entstehende Spritmehraufwände zu vermeiden, möglichst viele meiner Lieferungen auf einen Paketshop umgelegt.
Aufgrund der günstigen Lage und längeren Öffnungszeiten habe ich mich für das Hermes PaketShop, ESSO Station Peinl, Lübeckerstraße 70, 39124 Magdeburg entschieden.
Generell habe ich auch keine Problemen mit den Mitarbeiterinnen der Tankstelle - in meinen Augen auch die Mitarbeiterinnen des Paketshops - gehabt, sie waren angemessen freundlich und ich wurde gut bedient, so wie man halt von einem Dienstleister erwartet.
Allerdings gibt es anscheinend immer ein „schwarzes Schaf“.
Bereits vor einigen Monaten hat eine der Kolleginnen von Paketshop sich erlaubt, mir Ihre Meinung zu Anzahl der Pakete, die ich so hin und her versende, zu äußern. Die Meinungsäußerung erfolgte in einer sehr merkwürdigen Form. Sie hat mich angeschimpft und war generell ziemlich aufgeregt. Ich sollte, Ihrer Meinung nach, grundsätzlich weniger kaufen und wenn, dann die Pakete nach Hause liefern lassen. Ich dachte mir, jeder kann einen schlechten Tag haben und habe mich nicht mehr mit dem Vorfall auseinander gesetzt.
Gestern, am 29.11.2012, gegen 19 Uhr hat aber dieselbe Mitarbeiterin den Vorfall von vor Paar Monate getoppt. Bei der Abholung des Paketes in Auftrag von meiner Kusine (Paketnummer 93332178640055) wurde ich angeschrien, mein Personalausweis wurde auf den Karton hingeschmissen, ich dürfte anhören, dass ich dem Paketshop die meiste Arbeit bereite und dass das nicht geht.
Meine Pakete sind angeblich viel zu schwer und wiegen über 20 Kilo, was aber schlicht weg gelogen ist, da erstens kommen die zu 80% von Versandhäusern und diese passen schon gut auf, was alles in ein Karton gepackt wird, zweitens habe ich mein Paket von gestern nachgewogen. Das Gewicht lag bei genau 7 Kilo, was aber eher übliches Paketgewicht ist.
Darüber hinaus wurde mir in einem unakzeptablen Ton empfohlen, meine Sendungen nach Hause schicken zu lassen, da ich demnächst von der Kundenliste aufgrund der Anzahl und Größe der Pakete gestrichen werde. Außerdem hat die gute Dame gezweifelt, ob ich ein Zuhause habe, wenn alles an das Paketshop geliefert wird. Andere Kollegin, die an dem Abend auch im Dienst gewesen war, hat das Ganze leider unterstützt und hat schlichtweg abgeneigt nach noch einem Paket, das laut einer SMS-Benachrichtigung auf mich in dem Paketshop wartete, zu suchen. Ich habe zwar anschließend festgestellt, dass dieses Paket bereits abgeholt wurde. Das SMS kam einfach zu spät, aber zumindest schauen könnte man mal.
Beide Damen wollten mir deren Namen nicht verraten, aber ich denke, es ist auch keine Herausforderung für Sie zu ermitteln, wer an dem Abend Dienst hatte.
Damit ich weiß, mit wem ich zu tun habe, habe ich die Damen mit meinem Handy fotografiert. Diese Fotos wurden nicht heimlich gemacht, und die Damen wussten also, dass ich sie ablichte, wobei sie mir mit der Polizei gedroht haben. Sehr professionell. Schließlich wurde ich auf übelste beleidigt und komplette Moralpredigt erhalten, dass das eine Tankstelle sei und keine Post.
Ich muss leider gestehen, ich war absolut erschüttert und sprachlos, da ich diese Art der Kommunikation von einem Dienstleistungsunternehmen seit Ewigkeit nicht mehr erlebt habe. Allein die Tatsache, dass ich dieses Schreiben verfasse und meine Zeit für den Ärger verschwende, zeigt Ihnen die Tiefe meiner Erschütterung.
Wie ich bereits oben erwähnt habe, werde ich wahrscheinlich Hermes-Kundin bleiben, nicht zuletzt dank den Versandhäusern, die mit Hermes Exklusivvereinbarungen haben. Nichts desto trotz gibt es auf dem Markt heutzutage sehr viele Logistikunternehmen, mittlerweile bietet auch das Deutsche Post die Möglichkeit, die Pakete an Wunschfiliale anliefern zu lassen, was die Lieferzeiten der Konkurrenz sehr positiv beeinflusst hat.
Und bei der Deutschen Post werde ich immer freundlich, höflich und schnell bedient. Als Kundin denke ich mir sofort, warum ich mir das antun muss, wenn ich bei der Konkurrenz durchaus besser bedient werde? Da helfen auch die günstigeren Preise leider nicht mehr.
Ich wäre sehr froh, wenn Sie dieser Beschwerde nachgehen und mich über den Bearbeitungsstand informieren.
Y. Todorova
Bestell-/Kundennummer: Mehrere u.a. s. Beschwerdentext
Meine Forderung an Hermes Logistik-Gruppe Deutschland:
Stellungnahme und Beseitigung der Konfliktgrundlage
Sehr geehrte Frau Todorova,
für die Unannehmlichkeiten möchten wir uns bei Ihnen enstchuldigen.
Bitte seien Sie versichert, dass Ihre Reklamation bei uns nicht im Sande verläuft. Wir werden diesen Vorgang zusammen mit den beteiligten und den zuständigen Vorgesetzten lückenlos aufarbeiten, um
sicherzustellen, dass so etwas kein zweites Mal vorkommt.
Bitte senden Sie uns eine Mail an socialmediahermes-europe.de, Betreff:
Beschwerde ID-56269, sowie Ihre Identnummer.
Vielen Dank
Ihr Hermes Kundenservice.
kommentare und trackbacks 14
Was den Shop betrifft, der Paketdienst wird dem Kunden ja nur als zusätzlichen Service angeboten, in erster Linie bedeutet er einen erheblichen Mehraufwand für die Mitarbeiter und er ist auch nicht dazu gedacht, dass sich einzelne Kunden dort ihren eigenen, kleinen Versandhandel aufziehen. Ich kann die Mitarbeiter dort vollkommen verstehen, Sie bestellen haufenweise Pakete und der Shop hat die zusätzliche Mehrarbeit ohne irgendwas davon zu haben. Wenn Sie soviel Zeug bestellen, wäre es vielleicht mal angebracht, mit dem zuständigen Fahrer einen bestimmten Liefertag in der Woche zu vereinbaren. zb einmal die Woche Samstags bringt er ihnen alle Pakete vorbei. Nur als Beispiel.
Das ist meines Erachtens durchaus professionell, denn ein Dulden der Aufnahmen kann u. U. als Einwilligung zu Ihrem möglicherweise rechtlich unzulässigen Vorgehen ausgelegt werden.
Danke an anonyme Autoren, ich merke schon, viele sind wohl die freundlichen Paketshop-Betreiber.
Wenn man nichts Böses getan hat, wird man sein Name wohl nicht verheimlichen wollen. Muss nicht, aber wäre in Sinne des Services halt angebracht. Service schien mir aber ein Fremdwort für die Damen zu sein. Aber jedem das seine. Man merkt, an dem fehlendem Namen wird es nicht scheitern.
@ Liesel vom Land.
Ich habe es auch nicht sarkastisch gemeint. Das war wirklich sehr professionell, die Damen scheinen das nicht zum ersten Mal erlebt zu haben und haben dementsprechend agiert.
Mit den Fotos habe ich weder gedroht noch irgendwo diese veröffentlicht. Ich will mich bloß auch in Paar Monaten erinnern können, wie die freundlichsten Paketshop-Mitarbeiterinnen aussehen. Ich bereue nur eins, und zwar, dass ich unser Gespräch mit den Damen nicht auf Diktiergerät aufgenommen habe.
Und beim nächsten Mal werde ich halt nur mit Zeugen bei dem Paketshop auftauchen.
Schönes Wochenende
Ich kann Ihren Kommentar leider nicht verstehen. Ich mache weder Fotos von Personen ohne deren Einwilligung noch habe ich das Verhalten der Beschwerdeführerin gut geheißen. Ich wollte mit meinem Kommentar lediglich zum Ausdruck bringen, dass ich das Verhalten der Paketshop-Mitarbeiterinnen IN BEZUG AUF DIE FOTOS durchaus verständlich finde.
Ups. ja, wenn das ein Mehraufwand für die Mitarbeiter ist, darf man das natürlich nicht machen.
oh, in den Aldi darf ich jetzt ja auch nicht mehr gehen, wenn ich da was kaufe, muss der Mitarbeiter dort ja wieder einen Mehraufwand betreiben und das Regal wieder auffüllen.
Schon mal auf die Idee gekommen, das die Shopbetreiber damit Kohle verdienen und mit dieser Kohle den Mehraufwand für die Mitarbeiter mitfinanzieren?
Von daher sollte sich der Shop doch freuen, wenn zusätzlich Geld in die Kasse kommt.
Und wieviele Pakete Kunden dort hinliefern lassen, bleibt ja wohl jedem selbst überlassen. Oder gibt es da neuerdings ein Limit?
Ich denke mal, die Tankstellen-Ladies hatten einfach nur keine Lust auf Pakete raussuchen.
Der Beschwerdeführerin empfehle ich, sich bei dem Vorgesetzten der beiden Damen direkt zu beschweren!
ist so eine Tankstelle denn darauf ausgerichtet, dass einzelen Kunden soviele Pakete dort anliefern lassen? Sicher ist es nicht dafür gedacht, dass dort ein Privathandel für einen Privatverkäufer betrieben wird. Tankstellen sind doch auch meist immer unterbesezt. Ich sehe das doch auch bei unseren Tankstellen, die Mitarbeiterin ist alleine an der Kasse, und 10 Kunden stehen an um zu bezahlen- dann kommen ein oder zwei Kunden und wollen ihr Paket abholen und die Mitarbeiterin geht ins Lager. An der Kasse wieder angekommen, stehen nun 15 Leute zu Stoßzeiten an der Kasse- den Verkaufsraum und die Zapfsäulen soll sie aber auch noch überwachen. Einmal fand die Mitarbeiterin das Paket nicht sofort, da es scheinbar gar nicht angekommen war, der Kunde dies aber nicht glauben konnte, also suchte sie nochmal. Die anderen Kunden widerum waren stinkig und genervt, während sich die Schlange immer weiter vergrößerte. Nun stelle man sich vor, ein einzelner Kunde will dort 10-20 (!) Pakete auf einmal abholen, plus Diskussion ob einzelne Pakete evt übersehen wurden (obwohl noch gar nicht angeliefert!). Man müsste mehr Personal einstellen- wäre der Hermes Service dann noch rentabel?
mal punktuell einige Anmerkungen zu dem Fall und
den Kommentaren dazu;
1. Wenn "Adressnah" eine größere Kundenzahl anzutreffen ist, wird sich Hermes über weitere "Anlaufstellen" kümmern müssen.
Über die Kundenanzahl und notwendiges Personal hat dannn aber auch
der Shop (Tankstelle) nachzudenken.
2. Viele Firmen/Händler haben eine Videoüberwachung (auch versteckt) im Laden. Die Laden-Betreiber landen (leider) diesbezüglich aber auch
NICHT im Knast. Wenn man als Kunde eine Kamera sieht so SOLLTE
man höchstens an Diebstahl VORSORGE nachdenken (müssen).
Als KUNDE sollte man aber NICHT darüber nachdenken müssen, das solche KUNDENbilder (GRUNDSÄTZLICH) im Internet landen.
Kenne da ein Geschäft----------------
3. Das Kundenverhältnis (Anzahlmäßig) Tanke/und Post SOLLTE
unwichtig sein. Bei einer "Warteschlange" von 10 Leuten, und EINER
holt mehrere Pakte ab, ist die Wartezeit (garantiert) kürzer, als wenn ALLE (anstehenden) Kunden jeweils ein Paket abgeben, bzw. abholen wollen.
Wie gesagt, JEDER Tank-Kunde (kann) auch ein Post-Paket-Kunde sein, das MUSS dem Betreiber klar sein.
MfG
Wie kommen Sie auf die Idee ich übe dort ein Privathandel für einen Privatverkäufer aus? Völlige Unsinn. So was habe ich auch niemals behauptet.
Ich hole die Pakete für mich und meine Familienmitglieder ab, die von Versandhäusern an Privatkunden gesendet werden. Und die Rücklieferungen werden so wie so oder so bei den Paketshops abgegeben. So komme ich im MONAT – und nicht auf einmal - auf 10- 20 (aber auch max. 20) Pakete für uns alle. D.h. 5 erhalten (sicherlich auch nicht an einem Tag!) in Paar Tage gehen 5 zurück, oder 10 erhalten 10 zurück. Manche Versandhäuser verschicken halt in kleinen Häppchen. Wie soll ich es denn beeinflussen? Gute Vorschläge – „kauf mal weniger! “ -hab ich ja schon bekommen.
Beschwerde ist gelöst