Fensterputzer - Erpressung an der roten Ampel

Die Ampel springt auf Rot und die Fensterputzer auf die Straße.

In den nächsten Sekunden - egal ob man das will oder nicht - wird die Windschutzscheibe zwangsweise eingesprüht, Fenster abgewischt und aggressiv nach Bezahlung verlangt.

Die Ampel schaltet auf grün, die modernen Wegelagerer stehen noch vor dem Auto, andere Autos hupen. Viele geben notgedrungen Geld, obwohl es Ihnen auf den Zeiger geht.

Diese Szenen spielen sich mittlerweile in fast jeder Deutschen Großstadt ab. Muß ich mir diese Pöbelei bzw. Nötigung gefallen lassen?

Ist es denn keine Straftat, wenn man mir eine Dienstleistung aufzwingt, die ich nicht verlangt habe?

Ich zahle Steuern und muß mich jeden Tag von Leuten bepöbeln lassen, die unter den Augen der Behörden der Schwarzarbeit nachgehen? Oder zahlen die etwa auch Steuern?

Die Behörden sollten anstatt unnötig die Autos unbescholtener Bürger abschleppen zu lassen endlich Ärgernisse beseitigen, die sich direkt und jedenTag vor Ihrer Nase abspielen.

Meine Forderung an Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg:

Schluß mit der Nötigung an roten Ampeln. Behörden macht endlich Euren Job und befreit den Steuerzahler von dieser Plage

Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?

Jetzt antworten

SAMMELBESCHWERDE

Möchten Sie sich dieser Beschwerde anschließen?

Jetzt anschließen

Es haben sich bereits 3 ReclaBoxler angeschlossen.

Beschwerde bewerten
kommentare und trackbacks 7
Klaus Melcher
Mir geht das auch schon seit Jahren auf den Sack. Man könnte ja erlauben, daß man bei rot einfach weiterfährt, wenn sich Wegelagerer in der Nähe postiert haben. Dem Staat scheint es gleichgültig zu sein, was dem Bürger gegen seinen Willen widerfährt? Anders ist nicht zu erklären, warum man dieser Unsitte freien Lauf läßt, während man auf der anderen Seite jede noch so kleine Verfehlung von Autofahrern drakonisch ahndet.
Hermann Merknich
die gehen mir auch regelmäßig auf den Geist. Heute stand glücklicherweise in der Zeitung, daß man den Brüdern demnächst das Handwerk legen will.
M. D.
Ist irgendwie komisch, dass die sich mit dem "kunden"unfreundlichen Verhalten die Kunden vergraulen. Ich hatte mit den Leuts aber auch meist negative Erfahrungen. Anfangs reichte noch zweimal "Nein" sagen, später haben die einfach angefangen, wenn man wegschaute und man musste den Scheibenwischer einschalten auf die Gefahr hin, die Wischerblätter zu zerstören. Jedenfalls, da das verboten ist, muss es auch unterbunden werden. Da es aber geduldet wird, ist jeder Fall eines verhafteten Putzers eine Titelseite in der Boulevardpresse wert...
Tanja Trültzsch
Ich habe mich entschlossen, selber aktiv zu werden und einen Aufkleber für die Windschutzscheibe entworfen. Es ist ein kleines Zeichen, aber zumindest ein Anfang, um NEIN! zu sagen. Gibt's unter: www.mach-ich-lieber-selber.de
Antje Lehr
Super Idee. Den Aufkleber will ich auch haben. Schnauze voll von dieser Erpressung an der Ampel.
Cappo
Denkt aber daran, daß ihr den Aufkleber auf beiden Seiten der Windschutzscheibe anbringt, denn es nützt nix, wenn der Aufkleber auf der Fahrerseite angebracht ist und der Fensterputzer sich von der Beifahrerseite aus nähert. Ob allerdings so ein kleiner Aufkleber etwas nützt, wage ich zu bezweifeln. Gottseidank gibt´s diese Wischkolonne in unserer Kleinstadt nicht. :-) Cappo
Schulze
Es ist Zeit, daß die Stadt etwas gegen diese Leute unternimmt!

Profil

Profil wird geladen …