Die Stromiogeschichte
- Bestätigung von Verivox des Anbieterwechsels, des Festpreises für 12 Monate und Übersendung der AGB’s am 21.10.2010. Stand der AGB’s ist 01.08.2010.
- Vertragsbestätigung durch Stromio mit Schreiben vom 03.12.2010 (Arbeitspreis brutto 0,1831 €/kWh), monatlicher Abschlag von € 178,00.
- Preiserhöhung (wegen Erhöhung Umlage EEG) Stromio mit Schreiben vom 10.12.2010 (Arbeitspreis brutto € 0,19956), neuer monatlicher Abschlag von € 191,00.
- Widerspruch gegen Preiserhöhung mit meinem Schreiben vom 12.12.2010 und Schreiben als Einschreiben-Rückschein vom 20.12.2010, da Stromio Kenntnis über die Höhe der EEG Umlage zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses hatte.
Nun folgt ein umfangreicher Schriftverkehr. Stromio beharrt auf der Preiserhöhung, den zwischenzeitlich angefallenen Mahnkosten und einer Rücklastgebühr (Stromio hatte trotz Widerruf der Einzugsermächtigung Geld von meinem Kont o abgebucht).
Allen Mahnungen wurde schriftlich widersprochen.
- Mit Schreiben Stromio vom 28.07.2011 (Eingang bei mir am 02.08.2011) werden € 174,-- offene Forderungen aufgeführt und die Kündigung zum Ende des nächsten Monats ausgeprochen. Tatsächlich sind in der offenen Forderung € 30,-- Bearbeitungsgebühr für die Kündigung enthalten, somit wäre die offenen Forderung nach Lesart Stromio höchstens€ 144,--.
Gleichzeitig wurde ich aufgefordert, den Zählerstand am 31.08.2011 an Stromio mitzuteilen.
- Der rechtswidrigen Kündigung habe ich mit Schreiben vom 03.08.2011 und 08.08.2011 widersprochen, jedoch ohne Erfolg.
Die Kündigung wurde ausgesprochen, obwohl
- die Preiserhöhung nicht rechtens war
- gemäß AGB 7.4 nur gekündigt werden kann, wenn man mindestens mit einem kompletten monatlichen Abchlag im Rückstand ist
Meiner Meinung gab es keinen Zahlungsrückstand, nach Meinung von Stromio gab es einen Zahlungsrückstand über € 144,--, somit wesentlich weniger als der monatliche Abschlag (Abschlag nach Meinung Stromio € 191,00, nach meiner Meinung € 178,--).
Stromio verstößt somit gegen die eigenen AGB’s.
-Mit Schreiben an Stromio vom 31.08.2011 habe ich wunschgemäß den Zählerstand an Stromio mitgeteilt, damit dieser, wie von Stromio mit Schreiben vom 28.07.2011 mitgeteilt, der Verbrauchsabrechnung zu Grunde gelegt wird.
-Schlußrechnung vom 30.09.2011 wurde geprüft und am 16.10.2011 an Stromio das Ergebnis per Einschreiben mitgeteilt (die Forderung Stromio über € 269,99 wurde auf ein Guthaben meinerseits von € 393,80 geprüft).
-Am 07.11.2011 teilt mir Stromio u. a. mit, daß auf die Preiserhöhung aus Kulanz verzichtet wird und das die Mahn- und Rückläuferkosten ausgebucht wurden.
-Neue Schlußrechnung vom 08.11.2011 wurde geprüft und am 15.11.2011 an Stromio das Ergebnis per Einschreiben mitgeteilt (die Forderung Stromio über € 95,13 wurde auf ein Guthaben meinerseits von € 404,36 geprüft).
Der Unterschied liegt jetzt noch im wesentlichen beim Neukundenbonus. Stromio verweigert diesen, da gem. AGB keine 12-monatige Belieferung erfolgte.
Meiner Argumentation, daß die 12-monatige Belieferung wegen der rechtwidrigen Kündigung durch Stromio nicht möglich war, wurde bisher nicht gefolgt.
Nun folgen diverses Schreiben eines Inkassobüros bis Ende 2012.
Nun hat sich ein Anwaltsbüro aus Leverkusen dieser Sache angenommen und einen Mahnbescheid über € 243,39 (hierbei sind auch noch Inkassokosten aufgeführt) veranlasst. Diesem werde ich natürlich Widersprechen!
Gleichzeitig werde ich jedoch meine Forderung über, € 404,36 gerichtlich eintreiben.
Es ist schon verrückt. Alles ging von einer Erhöhung der EEG - Umlage aus, die Stromio bereits im Herbst 2010 voll bekannt war.
Mir wurde der (niedrigere) Bruttopreis noch im Dezember 2010 bestätigt. Selbst auf der Internetseite von Stromio wurde am 20.12.2010 noch der niedrigere Preis angeboten.
Nun harren wir mal der Dinge, die das Gericht noch bringt.
Ich werde dann über den Ausgang des Gerichtsverfahrens berichten.
Bestell-/Kundennummer: Vertragskonto: 134 3758
Meine Forderung an Stromio:
€ 404,36
Antwort auf die Beschwerde vom 15.02.2013
Sehr geehrter Kunde,
vielen Dank für Ihren Eintrag.
Um Ihr Anliegen mit Ihnen persönlich zu klären werden wir Sie in den kommenden Tagen kontaktieren. Nochmals vielen Dank für Ihre Geduld und entschuldigen Sie bitte die entstandenen Unannehmlichkeiten.
Freundliche Grüße
Ihre Stromio GmbH
kommentare und trackbacks 18
Obige Darstellung ist nur eine "kurze" Zusammenfassung der wichtigsten Vorgänge.
Daher finde ich es o. k., daß jetzt das Mahnverfahren eingeleitet ist und vielleicht in absehbarer Zeit die Angelegenheit vor Gericht geklärt wird.
Warum Stromio aber über 1 Jahr für die Einleitung des Mahnverfahrens benötigt, obwohl ich unmißverständlich meinen Standpunkt dargelegt habe, erschließt sich mir nicht.
Na ja, ich werde in jedem Fall hier weiter berichten.
Muss jetzt nur noch Widersprechen.
Die Serienbriefe haben ich (hoffentlich) hinter mit :).
Ich hatte doch gehofft, daß die Angelegenheit vor Gericht (von Angesicht zu Angesicht) geklärt wird.
Wäre ich dann tatsächlich STROMIO etwas schuldig, würde ich natürlich zahlen (man schaue sich nur mal die Bilanz für 2010 bzw. die Bilanz 2011 der Muttergesellschaft Callax Telekom Holding an).
Vermutlich brauchen die das Geld wirklich.
Wäre STROMIO gemeinnützig könnte man spenden, wenn man wollte?
Auf die Wette komme ich später zurück, wenn ich genaueres weiß :)
Schönes Wochenende noch
PS
zum Thema nächste Briefe:
Mein Anwalt hatte mir empfohlen, diese im Regelfall in der Ablage "P" aufzubewahren ("P" = Papierkorb)
Eingang beim Amtsgericht Hagen am 22.02.2013
Beschwerde ist noch nicht gelöst
"Gern habe ich Ihr Anliegen geprüft und bitte um Ihr Verständnis, dass die Bearbeitung des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes noch etwas Zeit in Anspruch nehmen kann.
Dass Inkassoverfahren, habe ich vorerst einstellen lassen.
Nach abschließender Prüfung Ihres Anliegens, werde ich mich umgehend mit Ihnen in Verbindung setzen. Bis dahin bitte ich Sie noch um etwas Geduld. "
Ist aber kein Problem, da die Verzugszinsen, die ich auf mein Guthaben bekomme besser als bei jeder Bank sind.
der letzte Satz war mein Kommentar, da ich noch Guthaben bei Stromio habe.
Ich warte und hoffe jetzt auf den Mahnbescheid damit es Gerichtlich geklärt werden kann.
Stromiogeschädigte sollten sich organisieren und gemeinsam gegen
Stromio, gas.de und Grünwelt Energie vorgehen.
Bei interesse bitte unter punky2007@gmx.net melden.
Den restlichen Betrag werde ich zzgl. laufender Verzugszinsen weiter eintreiben.
Deshalb finde ich solche Stromvergleichsportale ehrlich gesagt, nun ja, bestenfalls eingeschränkt nützlich. Verdienen tun die aber bestimmt sehr gut wenn der Stromvertrag über diese vermittelt wird. Sehr wahrscheinlich auch bei Vertragsverlängerungen.
In wie weit ein städtischer Grundversorger den Preis nach der Vertragslaufzeit auch erhöht, weiß ich jedoch noch nicht. Ich weiß aber, dass ich bei einem städtischen Stromnetzbetreiber auch mal fix persönlich vorbeigehen kann, notfalls mit Anwalt. Das muss jeder selbst wissen. Zur Not nur noch Stromverträge abschließen, dessen Vertragslaufzeit nur 1 oder 3 Monate dauert und deshalb schnell kündigen kann (nicht mit Kündigungsfrist verwechseln), wenn er merkt das der Preis plötzlich stark gestiegen ist. Das muss er dann aber auch jeden Monat kontrollieren, was auf Dauer auch nervig sein kann. Denn die Endabrechnung kommt ja meistens erst am Ende des Jahres. Ich hab mal gelesen, bei manchen auch erst nach 3 Jahren. Da ist es dann ganz düster, wenn man vergessen hat die Schreiben der Stromanbieter genau durchzulesen. Bei manchen ist das ja in einem zwei- oder dreiseitigem größtenteils unwichtigem Schreiben, irgendwo in einem Nebensatz eingebaut, den man schnell überliest. So erging es mir zumindest bei Stromio bzw. Grünwelt Energie.
Was kam eigentlich bei deinem Rechtsstreit mit Stromio raus? Die dauern ja teilweise mehrere Jahre. Hat das Gericht ein Urteil gefällt, oder hast du dich mit Stromio außergerichtlich geeinigt? Ansonsten hätte ich die Schlichtungsstelle für Energie empfohlen, die ist für Verbraucher kostenlos und sind für solche Dinge zuständig, zumindest wenn der Stromanbieter dort Mitglied ist. Stromio ist, zumindest aktuell, dort Mitglied. Hilft dir wahrscheinlich nur leider nicht mehr, ich weiß.
http://de.reclabox.com/beschwerde/42728-verivox-heidelberg-verivox-also-doch