Am 2.11.2012 teilte Stromio mir in einem Pdf-Anhang einer nichtssagenden Email eine Preiserhöhung aufgrund gesetzlicher Abgaben mit. Nachdem ich diesen Anhang - eher zufällig - später gelesen habe, machte ich per Einschreiben von meinem gesetzlichen Sonderkündigungsrecht Gebrauch.
Ich habe mehrfach schriftlich darauf hingewiesen, dass eine postalische Benachrichtigung mit Hinweis auf ein Sonderkündigungsrecht notwendig ist. Keine Reaktion hierauf!
Meine Kündigung wird abgelehnt. So habe ich denn die Schlichtungsstelle Energie e. V. mit der Angelegenheit betraut. Eventuell ist eine juristische Auseinandersetzung notwendig.
Bestell-/Kundennummer: 11005313
Meine Forderung an Stromio:
Anerkennung der Kündigung, Befolgen gesetzlicher Vorgaben seitens Stromio!
Antwort auf die Beschwerde vom 07.01.2013
Sehr geehrter Kunde,
vielen Dank für Ihren Eintrag.
Um Ihr Anliegen mit Ihnen persönlich zu klären werden wir Sie noch heute kontaktieren. Nochmals vielen Dank für Ihre Geduld und entschuldigen Sie bitte die entstandenen Unannehmlichkeiten.
Freundliche Grüße
Ihre Stromio GmbH
kommentare und trackbacks 8
Nach den vielen positiven Erfahrungen meiner Mitstreiter freue ich mich bereits auf eine Nachricht der Schlichtungsstelle Energie. Diese dürfte bei den Unmengen von Beschwerden, die dort zur Zeit eingehen, allerdings sehr beschäftigt sein!
Gerade sehe ich die Standardantwort von Stromio: Wir werden Sie noch heute kontaktieren. Das dürfte im Klartext heißen: Noch 'ne Standardmail!
Jedenfalls werde ich nicht aufgeben!
inzwischen hat sich Stromio - wie erwartet gemeldet. Selbstverständlich immer noch nicht per Post. Auf den Gesetzesbruch seitens wird natürlich nicht eingegangen; hier kämpft u. a. der Verbraucherschutz aktiv auf juristischem Wege. Stromio beruft sich immer darauf, keine "klassische Preiserhöhung" vorgenommen zu haben, was natürlich Unsinn ist, das BGB kennt keine "Durchleitungspreiserhöhung". Fakt ist: jede Art von Preiserhöhung ist auch eine solche und muss postalisch mit Hinweis auf das Sonderkündigungsrecht des Kunden erfolgen.
Leider habe ich die Schlichtungsstelle Energie erst im Dezember eingeschaltet. Daher werde ich wohl Geduld haben müssen. Ein Lichtblick sind hier die Rückmeldungen von Kunden, bei denen Stromio der Sonderkündigung zugestimmt hat, sobald die Schlichtungsstelle bei Stromio aktiv wurde.
Hier noch der Wortlaut der Stromio-Mail:
"Sehr geehrter Herr Heinrichsen,
ich habe Ihren Eintrag auf der Reclabox-Beschwerdeplattform zur Kenntnis genommen und bedauere dass Sie Grund zur Beschwerde haben.
Gern habe ich den von Ihnen geschilderten Sachverhalt nochmals geprüft.
Wie wir Ihnen bereits mehrfach mitgeteilt haben, handelt es sich nicht um eine allgemeine Preisanpassung, sondern um die anerkannte Weitergaben hoheitlicher Belastungen des Gesetzgebers. Die Stromio GmbH nimmt nach wie vor selbst keine Preiserhöhung vor.
Da die Weitergabe dieser vom Gesetzgeber beschlossenen Umlagenerhöhungen nach unseren allgemeinen Geschäftsbedingungen, welche Vertragsbestandteil sind, zulässig ist, können wir einer Beendigung des Vertrages vor Vertragslaufzeitende nicht zustimmen.
Ihre Mitteilung zur Weitergabe an die Schlichtungsstelle Energie habe ich zur Kenntnis genommen.
Ich bedauere, Ihnen in diesem Fall nicht entgegenkommen zu können und bitten um Ihr Verständnis.
Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Tag. "
Hat noch jemand eine identische Mail bekommen? Der Austausch von Informationen innerhab der Box wäre auch hier sehr nützlich.
Frage: ist jemand schon juristisch gegen Stromio vorgegangen? Erfolg?
Werde ich nicht tun - ich warte auf ein Schreiben der Schlichtungsstelle Energie; danach dürfte alles ziemlich schnell erledigt sein.
500 Beschwerden gegen Stromio allein auf der Reclabox sprechen eine deutliche Sprache.
Ich habe mir erlaubt, meine Erfahrungen mit Stromio an 120 Arbeitskollegen/innen zu mailen. Hoffentlich hilft es denen, nicht auf Stromio hereinzufallen.
Heute morgen erhielt ich übrigens eine Kündigungsbestätigung von Stromio. Hatte mich aber zu früh gefreut - sie betraf mich gar nicht! War eigenlich für eine Frau W. bestimmt. Offensichtlich läuft bei Stromio einiges drüber und drunter.
Eine Rückmeldung, ob jemand mit juristischer Hilfe gegen Stromio erfolgreich war, würde mir (und anderen Mitbetroffenen) sicher helfen!
Der Kampf geht weiter!
es ist ausgesprochen schwierig, Stromio zu einem gesetzeskonformen Verhalten zu bewegen. Einen gerichtsverwertbaren Schriftverkehr gibt es bis heute nicht – auch die Strompreiserhöhung ist trotz mehrfacher schriftlicher Abmahnung nie postalisch zugestellt worden.
Stattdessen gibt es unentwegt Standardmails, in denen Stromio immer wieder gebetsmühlenartig behauptet, keine „üblich Preiserhöhung“, sondern eine „Durchleitungspreiserhöhung“ vorgenommen zu haben. Das ist natürlich UNSINN, im BGB gibt es solche Begriffe nicht und durch stete Wiederholung werden sie auch nicht richtiger. Offenbar setzt Stromio auf Dauerhinhaltetaktik und hofft, dass die verärgerten Kunden aufgeben. Tue ich aber nicht! Ich bemühe mich, die Auseinandersetzung mit Stromio über meinen umfangreichen Mailverkehr und viele Gespräche meinen Freunden und Arbeitskollegen weiterzureichen, um ihnen eine ungünstige Lieferantenwahl zu ersparen.
Allein 500 Beschwerden über Stromio auf der ReclaBox sprechen eine mehr als deutliche Sprache!
Ansonsten bleibt mir nichts, als auf die Aktivität der Schlichtungsstelle Energie zu warten. Leider ist diese zurzeit wohl hochbeschäftigt!
Hat jemand mit anwaltlicher Hilfe Erfolg gehabt? Für eine Nachricht wäre ich dankbar!
Schlichtungsstelle Energie bearbeitet meine Beschwerde nun. Mitteilung an Stromio darüber. Antwort: Uns liegt noch nichts vor.
Man braucht Geduld - ich konnte aber viele Freunde vor einem Wechsel zu Stromio warnen!
Ich werde weiter berichten, damit andere Betroffene sich orientieren können.