In der Sprache der Dichter und Denker lese ich vorgestern beispielsweise in einer Überschrift: "Straelen - Schwarzer BMS auf Parkplatz beschädigt" und während ich mir noch Gedanken darüber mache, was wohl ein BMS ist und was dieses ominöse Teil wohl auf einem Parkplatz zu suchen hat, klärt es sich in dem 5-zeiligen Beitrag darunter schon auf, dass die Redaktion einen BMW meinte.
Am selben Tag heißt es in einem Beitrag: "...Derzeit ist der Bahnübergang mit einer Anrufschränke gesperrt." Was zum Teufel sind Anrufschränke??? Telefonzellen??? Aber warum dann nur "eine" und dann der Plural? OK, natürlich meint die Redaktion im Zusammenhang mit Bahnübergang, wahrscheinlich eine Schranke und keine Schränke. Ich frage mich nur, warum schreibt sie das dann nicht?
Diese und andere Fauxpas findet man täglich in einer Tageszeitung, die von sich selber den Anspruch hat, den Leser „ordentlich" zu informieren. Ich hoffe, das bezieht sich nicht nur auf den Inhalt der Zeitung, denn selbst da fällt es mir persönlich manchmal schwer eine gehaltvolle Information herauszulesen.
Wer jetzt noch mehr über das Lektorat lachen möchte, dem schlage ich vor, er kauft sich einfach einmal eine RP. Egal welche, denn in den letzten 10 Abo-Jahren, hatte ich noch keine Ausgabe in der Hand, bei der nicht bereits auf der Titelseite mindestens fünf Kommata fehlten oder zumindest falsch gesetzt waren und wenigstens drei Orthographie- und/oder Grammatikfehler sofort ins Gesicht sprangen.
Übrigens, ich spreche Deutsch. Welche Sprache sprecht Ihr denn bei der Rheinischen Post?
Meine Forderung an Rheinische Post:
Vielleicht einen Gehaltsabzug pro Fehler für die Lektoren des Verlages. Das könnte helfen.
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Antwort auf die Beschwerde vom 24.04.2008
Sehr geehrte Damen und Herren,
vielen Dank für Ihren Hinweis. Obwohl wir alles daran setzen, solche ärgerlichen Fehler zu vermeiden, bitten wir Sie zugleich um Verständnis, dass es leider bei der Menge an Texten, die täglich produziert werden, solche Fehler auftreten können. Verstehen Sie dies nicht als Ausrede. Wir versichern Ihnen, diese Fehler ärgern uns noch mehr als Sie. Zudem nehmen wir Ihren Hinweis nochmals zum Anlass, noch genauer über unsere Texte zu schauen und weiterhin darauf zu achten, solche Fehler zu verhindern.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre RP-Online-Redaktion
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