Ilka und Paul Eble sowie Ellen und Ulrich Graff sind die mit Leidtragenden eines Vorfalls am Korfu Airport, der unserer Meinung nach durch nichts zu toppen ist. Kurz und gut, wir sollten am 20.09.2011 um ca. 13.00 Uhr mit Germanwings von Korfu nach Stuttgart fliegen. Aber es kam kein Flieger!
Was kam, waren Durchsagen mit den widersprüchlichsten Inhalten. Es gab auch "Gummi - Brötchen" und Wasser, aber niemals einen Flieger. Dann, nach Mitternacht, ca. 01.00 Uhr des folgenden Tages war es dann soweit, es gab ein Flugzeug und es flog auch. Doch halt, nicht nach Stuttgart (dort darf man nachts nicht landen), sondern nach Köln.
In Köln angekommen, die Stewardess im Flieger wünschte uns noch einen angenehmen, wurden wir nach einem längeren Fußmarsch nach draußen in Omnibusse verladen, es gab wieder "Gummi - Brötchen" und über die Autobahn nach Stuttgart gekarrt. In Stuttgart angekommen, gabs ein Ade und machen Sie´s Gut vom Busfahrer (er war freundlich, O. K. und immer Herr der Lage), aber nichts von Germanwings.
Also, auf eigene Faust den Rest der Rückreise in Angriff nehmen. Etwas förmlicher formuliert haben wie den Vorfall bei Germanwings reklamiert. Wir haben auch geltend gemacht, dass wir die Arbeit nicht mehr rechtzeitig antreten konnten und dadurch pro Kopfe einen Tag Urlaub opfern mussten bzw. kostenlos nacharbeiten mussten (tolles Gefühl).
Germanwings sah sich in dessen zu gar nichts genötigt, außer zu einem Serienbrief mit dem Tenor der Verkettung unglücklicher Umstände. Der Gipfel ist dann, dass Germanwings im "Serienbrief" die Erstattung von Kosten im Rahmen der Betreuungsleitung anbietet, dafür aber Quittungen sehen will. Toll, eingesperrt im Onboarding - Bereich, ohne Gepäck, schon Zoll - abgefertigt, nur noch mit Bordkarte versehen. Wie soll man da zu etwas kommen? Abgesehen vom verpfuschten Urlaubsende ist uns allen ein Nachteil entstanden, für den wir einen angemessenen Ausgleich fordern.
Bestell-/Kundennummer: Germanwings AZ.:QYYEHD / KSO
Meine Forderung an Germanwings:
Wir fordern die uns nach EU Verordnung 261 / 204 zustehende Entschädigung und den monetären Ausgleich für den zusätzlich benötigten Urlaubstag
Firmen-Antwort ausstehend seit 14 Jahren, 335 Tagen und 9 Stunden.
Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?
kommentare und trackbacks 5
Immerhin hat man Sie von Köln nach Stuttgart gekarrt. Man sollte seinen Urlaub immer so planen, dass man gerade für solche unvorhersehbaren Ereignisse mindestens einen Tag Puffer hat. Ich hoffe, dass Ihnen Germanwings allein schon aufgrund dieses persönlichen Unvermögens die kalte Schulter zeigt!
Maßgeblich ist nicht ihre persönliche Meinung, sondern die EU-Verordnung.
Und diese sieht eine Entschädigung von 250 Euro/Person vor.
Die weitergehende Forderung für den Urlaubstag dürfte hingegen chancenlos sein.
Viele Grüße aus dem Schwarzwald, Paul Eble
ähnliches bei mir - Verspätung Germanwings Malaga-Stuttgart 5 Stunden, ohne klaren Ansagen, Anschluss verpasst etc.
Auf Reklamation - ein nichtssagendes Brief von Kundenbetreuung
Wird mich sehr interessiert (das Sie jetzt ein Experte sind) was macht man als nächstes. Auf Frankfurter Amtsgerichtsurteil (Akteneichen 29 C1352/10 (46) sich beziehen? Hat man überhaupt noch eine Chance?
Vielen Dank für die Antwort
Mfg
Gruß, Paul Eble