Am 4.10.2011 wurde mir meine Geldbörse aus der verschlossenen Tasche gestohlen, mit Inhalt von meiner EC-Karte, Perso und Dienstausweis. Ich meldete dies direkt per Telefonbanking und ließ alle Karten sperren. Am 14.10.2011 wurden dann über einen Not-Auszahlungsschein mit Ausweisung über den gestohlenen Bundespersonalausweis 500€ in Bar am Schalter abgehoben, obwohl die Bank Bescheid wusste über den Diebstahl des Ausweises.
Ich schickte daraufhin noch mal als Beweis die Anzeige, die ich gemacht habe, an die Bank. Ich habe direkt ein neues Konto eröffnet, um weiteren Betrug auszuschließen, und erhielt umgehend alle neuen Unterlagen über den Postweg. In der Zwischenzeit wurde ich von der Postbank um Stellungnahme gebeten und man hatte mir in anbei den Kassenauszahlungsschein mit Unterschrift geschickt. Darauf war klar zu erkennen, dass diese Unterschrift nicht mal im Ansatz meiner glich, und hinzu kam auch noch, dass sich der Täter, was meinen Nachnamen angeht, auch verschrieben hat. Dies teilte ich so auch noch mal schriftlich mit. Ich bat die Postbank, mir die 500€ auf mein neues Konto zu überweisen. Ich habe auch die 500€ nach zwei Wochen ersetzt bekommen.
Das böse Erwachen kam allerdings am 9.11.2011 und am 11.11.2011, da hat der Täter nämlich wieder in der gleichen Bank mit dem selben Vorgehen sich jeweils 500€ auszahlen lassen, insgesamt 1000€ und zwar von meinem neuen Konto. Ich konnte durch die Kriminalpolizei herausfinden, welche Bank das ist, und teilte dem Kriminalbeamten die erneuten Betrüge vom 9.11. und 11.11. mit. Er gab am 15.11. an, am Nachmittag bei der Bank vor Ort vorbei schauen zu wollen.
Im Vorfeld fragte ich bei der Postbank natürlich auch noch mal nach, wie es bitte sein kann, dass der Täter nach dem Betrug an meine Kontodaten kommen konnte, denn er hatte ja nur die alte gesperrte EC Karte und meinen als gestohlen gemeldeten Bundespersonalausweis. Selbstverständlich war dies natürlich allen Beratern ein Rätsel, so was sei ja gar nicht möglich, aber sie würden es an die Fachabteilung weiter geben und für mich eine Sperre für Barauszahlung an einer Kasse einrichten, dies war der 13.11.2011.
Am 14.11.11 bin ich um 11:45Uhr zu einer Postbankfiliale gegangen, um mir dort noch mal Klarheit zu verschaffen, wie so was so oft passieren kann und ob denn wenigstens die Sperrung eingerichtet wurde. Dies war leider nicht der Fall, warum auch immer. Der Berater hat für mich eine Eilmail mit drei Mal dringend drauf geschrieben und in dieser um Antworten gebeten, sowie sofort diese Sperrung für die Barauszahlungen einzurichten. Am Abend sah ich noch mal im Onlinebanking nach - und welche Überraschung, der Täter hat wieder um 17:.45Uhr 500€ auf die gleiche Weise sich auszahlen lassen.
Am 15.11.11 habe ich dann morgens noch mal auf meinen Kontostand geschaut, dort konnte ich um 10:50 Uhr sehen, dass man mir 7,50€ abgezogen hat, für die Sperrung von Barauszahlungen. Um 22 Uhr bin ich am 15.11. von der Arbeit gekommen und habe nochmals meinen Kontostand überprüft. Es wurden wieder trotz der Sperre für Barauszahlungen wieder über einen Notauszahlungsschein 500€ abgehoben.
Wie kann es sein, dass eine Bank nach all diesen Betrügen immer noch keine Maßnahmen ergreift und den Kunden im Regen stehen lässt! Insgesamt konnte der Täter 2500€ an jeweils fünf unterschiedlichen Tagen Geld in Bar mit fünf Mal der gleichen Masche abheben, obwohl die Bank von Anfang an informiert war. Drei von den Betrügen fanden sogar immer wieder in der gleichen Filiale statt und zwei davon in der gleichen Stadt.
Die Kriminalpolizei teilte mir mit, dass es nur sehr schwer sei an Bildmaterial von Tätern zu kommen, da die Postbank überwiegend nur Attrappen in ihrer Bank aufstellt und wenn es welches gibt, wird dieses nach 24h überschrieben. Die Auszahlungsscheine, die der Täter unterschrieben hat, werden bei der Postbank ebenfalls nur elektronisch gespeichert, so dass natürlich eine Untersuchung von Fingerabdrücken auch unmöglich ist.
Was hat die Bank da also bitte überhaupt für ein Sicherheitssystem? Jedenfalls keins für Kunden und zusätzlich wird der Polizei die Arbeit unnötig schwer gemacht.
Ich habe für all diese Schlampereien keine Worte mehr. Ich weiß, nicht wie eine Bank es schafft, so viele Fehler am laufenden Band zu liefern. Da hilft nur noch ein Bankwechsel!
Meine Forderung an Deutsche Postbank:
Eine Stellungnahme der Bank zu diesen unzähligen Fehlern, Schadensersatz für den Aufwand, schnelle Bearbeitung des Falles, Rückzahlung 2000€, die mir aktuell fehlen.
Firmen-Antwort ausstehend seit 14 Jahren, 339 Tagen und 3 Stunden.
Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?
kommentare und trackbacks 13
Dies hatte den Vorteil, dass es mir egal war, ob und wenn ja, was nach der Meldung des Kartendiebstahls, Sperrung des Kontos und sofortiger Kündigung von meinem "früheren" Girokonto abgebucht worden ist.
Aber selbst wenn da aus unerklärlichen Gründen keine Kommunikation stattgefunden hat, hätte die Filiale doch schon aufmerksam werden müssen, wenn eine Kölnerin, derer Karte gesperrt wurde, auf einmal in Duisburg in der Bank auftaucht, um Bargeld am Schalte abzuheben. Und dann kommt die gleiche Person zwei Wochen später wieder und möchte Geld haben und man sagt dieser Person, dass sie jetzt eine neue Kontonr. hat, damit sie dort Geld abheben kann?
Ich bin jetzt noch angemahnt worden von der Postbank, weil man mein altes Konto aufgelöst hat und ich noch einen Dispo von 2670€, wo im übrigen die Zinsen durch die Überziehung des Täters mit eingerechnet sind, zurück zählen soll! Wie blöd nur, dass mir schon wieder 2000€ fehlen, durch die Fehlauszahlungen und ich dadurch zahlungsunfähig bin!
Dieser Kommentar wurde entfernt.
Wenn Sie schon verbessern wollen, halten Sie sich bitte auch an die erste Regel des Zitierens:
Anfang und Ende eines Zitats werden durch Anführungszeichen gekennzeichnet.
Ihre Textwurst ist unleserlich.
Habe mich schon oft gewundert, mit welch seelsorgerischer Begeisterung die Schalterleute sich ewig Zeit nehmen, wenn sich jemand nur dumm genug anstellt - während gleichzeitig die Warteschlange zur Tür hinaus reicht.
Da haben manche Leute eine komische Haltung zu ihrer Arbeit.
Ich nenne das Kundenservice! Nach einer schweren Erkrankung habe ich die PIN meiner EC-Karte plötzlich nicht mehr gewußt und war dankbar, das ich in Verbindung mit meinem Personalausweis Geld ausgezahlt bekam.
Es kommt doch nur auf die sorgfältige Kontrolle an.