Sehr geehrte Damen und Herren,
nachdem mir heute von Ihrer Kundenbetreuung schon wieder am Telefon mitgeteilt wurde, dass meine Bitte um Sonderkündigung aufgelöst wird, habe ich mich entschieden, einen letzten Versuch zu wagen.
Die, die das bearbeiten, scheinen sich nicht über meine Probleme im Klaren zu sein, daher hier nochmal im Klartext.
Ich zahle rund 70 Euro Handyrechnungen für beide Verträge im Monat, da wir bei beiden die Flatrates haben. Aus diesem Grunde haben wir (was in der heutigen Zeit gar nicht so unüblich ist) auch kein Festnetzanschluss bei der Telekom, sondern haben nur unsere Handys. Wichtigste Voraussetzung dafür ist aber, dass man erreichbar ist und telefonieren kann.
Da die Netzanfrage vom 03.03.2011 negativ verlief und mir keine Aussicht auf Besserung meines Handyempfanges gestellt werden konnte, rieten mir mehrere Mitarbeiter der Kundenhotline zu einer Sonderkündigung. Dieses Ergebnis ist in meinen Kundendaten hinterlegt.
Der nächste LTE ist 13 Kilometer entfernt, somit kann mir Vodafone in meinem Heimatort Schlarpe kein ausreichendes Handynetz zur Verfügung stellen.
Ich bin selbstständig mit einer Hundezucht und daher auf eine Erreichbarkeit über Telefon oder Handy angewiesen, dies kann mir Vodafone nicht gewährleisten.
Da ich durch meine Hundezucht von Zuhause arbeite, ist mein Lebensmittelpunkt in Schlarpe. Was bringt mir also Ihre Begründung, dass es sich um einen Mobilvertrag handelt und ich ja mobil bin?
Beispiel: Ich bin in Schlarpe, während mein Handy klingelt, ich gehe ran, sage beim schlechten Empfang mit abgehackt und metallisch klingender Stimme dem gegenüber, dass er mich bitte in 10 Minuten nochmal anrufen soll, da ich erstmals zehn Kilometer fahren muss, damit ich einen vernünftigen Handyempfang habe. Ist das im Sinne von Vodafone?
Schauen Sie sich bitte auch meine Verbindungsnachweise an, als Beispiel den gestrigen Abend, ich habe mindestens fünf Mal die selbe Nummer wählen müssen, da das Telefonat jedes mal nach kurzer Zeit abgerissen ist.
Am Mittwoch passierte es sogar, dass ich für die Schule gar nicht erreichbar war, sie wollten mich anrufen, weil mein Sohn sich verletzt hatte und dringend zum Arzt musste. Da ich in meinem Haus keinen Empfang hatte, ging es an die Mailbox, wo mir die Lehrerin drauf gesprochen hat. Blöd war nur, dass mein Handy trotzdem keinen Empfang hatte und ich somit keine Benachrichtigung über die neue Mailbox Nachricht bekommen habe.
Können Sie das verantworten, dass mein Kind unbetreut und nicht ärztlich versorgt wird, weil ich telefonisch in meinem Haus nicht erreichbar bin?
Für mich sieht es nach einer Hinhalte Taktik von Vodafone aus, dass mir Ihre Mitarbeiterinnen am Telefon immer sagen, dass ich schriftlich um Sonderkündigung bitten soll, dann warte ich 1-2 Wochen und bekomme die Ablehnung, dann soll ich wieder schreiben, warte wieder 1-2 Wochen und bekomme die nächste Ablehnung, nun soll ich wieder schreiben.
Wie lange soll das Spiel gehen? Von meiner Seite aus zum letzten Mal, denn ich setze Ihnen hiermit die Frist bis zum 01.04.2011, meine Sonderkündigung zu bearbeiten.
Gleichzeitig werde ich vorsichtshalber schon mal die Verbraucherzentrale, die Zeitungen und meinen Rechtsanwalt anrufen, um im Falle einer erneuten Ablehnung gleich Klage einreichen zu können.
Bisher war mein Bild von Vodafone, nach zwölf Jahren treuer Vertragsbeziehung sehr gut, mittlerweile fühle ich mich verschaukelt und hingehalten und ich versichere Ihnen, dass ich diesen Kampf bis zum Schluss gehen muss, koste es, was es wolle. Ich bestehe auf mein Recht!
Und zu guter Letzt, widerrufe ich hiermit meine Einzugsermächtigung, Sie bekommen erst Geld, wenn mein Vertrag gekündigt wurde. Sollte nochmal etwas von meinem Konto abgehen, werde ich die Lastschrift zurück holen und erstatte Ihnen selbstverständlich keine Rücklastschriftkosten.
Bestell-/Kundennummer: 93240257
Meine Forderung an Vodafone D2:
Auflösung meiner Verträge und Umstellung auf CallYa
Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?
kommentare und trackbacks 4
Dass diese nach zwölf Jahren nicht vorhanden ist, ist sehr traurig und kurzsichtig, und VF ist sicher nicht umsonst trauriger Spitzenreiter unter den Mobilfunkanbietern auf dieser Seite, aber einen rechtlichen Hebel haben Sie da kaum. Ein "Sonderkündigungsrecht" gibt es nicht (der Begriff ist AFAIK nur im Mietrecht bekannt), es gibt nur einen Laufzeitvertrag mit VF, den Sie leider erfüllen müssen, wenn die darauf bestehen. Man wird Ihnen um die Ohren hauen, dass es schließlich in Ihrer Verantwortung liegt, wenn innerhalb der Vertragslaufzeit irgendwo hinziehen, wo VF seinen Teil des Vertrages nicht mehr richtig erfüllen kann.
Wenn Sie wirklich nur an einer funktionierenden Telefonverbindung zu Hause interessiert sind und keinen Festnetzanschluss wollen, könnten Sie sich auch mal in den einschlägigen Handy-Foren über die Möglichkeit informieren, mit einer relativ preiswerten externen (Dach-) Antenne die Verbindung zum nächstgelegenen Mobilfunkmast drastisch zu verbessern - das Problem ist unter Landbewohnern schließlich wohl bekannt und es gibt eine Reihe von Lösungen.
Der absolut katastrophale Service bei VF ist aber immer noch ausreichender Gegenstand auch dieser Beschwerde.
Mich ärgert einfach, dass mir die Kundenbetreuerinnen immer wieder sagen, dass Vodafone meinen Vertrag kündigen wird und darauf kommt wieder die Ablehnung. Ich bin gespannt, wie es weitergeht bzw. endet.
Ich wollte Ihnen nicht zu nahe treten, aber da Sie lesen können, lesen Sie doch bitte mal die Forderung unter der Beschwerde. Da steht, dass die Kundin auf eine Callya-Prepaidkarte umstellen möchte, also immerhin weiter Kunde bei Vodafone bleiben möchte.
Und besonders wenn die Kundin angibt, bereits den Gegenwert von sechs 2-Jahresverträgen mit VF erfüllt zu haben, so ein Theater zu machen, ist vielleicht rechtens, lässt VF aber wieder einmal wirklich kundenunfreundlich dastehen, da helfen Ihre guten Erfahrungen mit VF der Dame leider auch nicht weiter.