Ich wohne in einem 13 Familienhaus (alles Eigentumswohnungen). Mir gehörten davon zwei Wohnungen. In der Erdgeschosswohnung lebte mein Schwiegersohn, ich lebte in der ersten Etage. Ich habe dann meinem Schwiegersohn offiziell die Wohnung in der ersten Etage verkauft und bin ins Erdgeschoss gezogen, er ist in die erste Etage gezogen.
Beide werden wir von der Teldafax mit Gas beliefert. Wir teilten der Teldafax noch im Dezember per Umzugsmeldung mit, dass sich aufgrund des Umzugs innerhalb des 13 Familienhauses unsere Zähler geändert haben und wir an unseren Anschlüssen jeweils abgerechnet werden möchten. Zu dem Zeitpunkt waren wir noch bereit, weiterhin unser Gas an den neuen Anschlüssen von TelDaFax zu beziehen.
Ich bekam eine Mail zurück mit einem Formular, welches ich ausfüllen sollte, dieses Formular nennt sich Vertragsübernahme Familienmitglied. Dort fand ich folgenden Textauszug: "Für den ausscheidenden Vertragspartner wird keine gesonderte Schlussrechnung erstellt. Bitte lesen Sie daher Ihren Zählerstand zum Übergangszeitpunkt ab, damit Sie im Bedarfsfall mit Ihrem "Vorgänger" abrechnen können."
Ich rief also die Hotline in Troisdorf an, kam sogar nach etlichen Versuchen durch. Ich erklärte der überforderten Mitarbeiterin am Telefon, dass mein Schwiegersohn und ich keine Vertragsübernahme Familienmitglied wollen, sondern jeweils an unseren alten Anschlüssen abgerechnet werden wollen, damit wir dann jeder an unseren neuen Anschlüssen neu starten. Ebenso wäre ich nicht bereit, mit meinem Schwiegersohn selbst abzurechnen, wie es oben im Vertragsauszug der Teldafax nachzulesen ist. Beide erwarten wir jeweils eine eigene Abrechnung. Das wollte die Frau nicht verstehen und irgendwann antwortete sie mir einfach nicht mehr, so dass ich nur noch den Hörer auflegen konnte.
Nun war ich so sauer, dass ich überhaupt kein Gas mehr von der TelDaFax beziehen wollte, und habe meinen Gasanschluss, ebenso wie mein Schwiegersohn, bei der TelDaFax per Einwurfeinschreiben gekündigt. Dieses Einschreiben ist am 4.1.2011 bei der Teldafax angekommen.
Bis heute haben mein Schwiegersohn und ich (2.3.2011) keine Endabrechnung erhalten, die Kündigungen wurde bis heute nicht bestätigt. Ich habe wieder versucht, mehrfach die Hotline anzurufen, man kann es vergessen, kein Durchkommen. Mein nächster Versuch, ich wollte mich auf der TelDaFax Homepage mit meiner Kundennummer und Passwort einloggen, das Programm reagiert einfach nicht, als wenn mein Zugang dort schon gesperrt ist.
Weitere Problematik, am 3. Dezember hatte ich einen Brief erhalten, also kurz vor dem Umzug, dass die Zahlweise umgestellt wird und ich zukünftig meine Abschläge per Lastschrift zahlen soll. Das habe ich dann auch das erste Mal am 13.12.2011 trotz bevorstehenden Umzug getan, damit ich nicht in Verzug komme, dachte OK, ich werde wohl sowieso bald abgerechnet. Da ich im Internet inzwischen einiges an Hinweise zu TelDaFax gefunden hatte, dass Abrechnungen länger brauchen, habe ich weitere Abschlagszahlungen am 30.12, am 30.1., sowie am 27.2. getätigt.
Am 28.2.2011 habe ich nun wieder per Mail die TelDafax kontaktiert, den Sachverhalt geschildert und um Endabrechnung gebeten. Ich habe ihnen dort auch mitgeteilt, dass ich keine weiteren Abschläge zahlen werde, bis ich weiß, was los ist, habe zugleich darauf hingewiesen, dass ich als nächstes eine Beschwerde in Richtung Bundesnetzagentur los lasse.
Mein Fazit: Nie wieder TelDaFax, das, was dort passiert, ist Kundenverschaukelung pur. Meine Befürchtung, der ganze Laden geht Pleite und meine Abschläge könnten futsch sein. Ich befürchte, dass ich dann in die Grundversorgung meines örtlichen Anbieters rutsche und eventuelle Zahlungen, die ich bereits an TelDaFax geleistet habe, dort ebenfalls rückwirkend leisten muss.
Vielleicht liest das hier aber ja auch ein Mitarbeiter von TelDaFax und bringt mal Licht ins Dunkel, es kann doch wohl nicht sein, dass der ganze Laden dort unfähig ist?
Bestell-/Kundennummer: 3593240 + 3604237
Meine Forderung an TelDaFax:
Abrechnung beider Gasanschlüsse meinen und den meines Schwiegersohns
Firmen-Antwort ausstehend seit 15 Jahren, 231 Tagen und 5 Stunden.
Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?
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http://www.focus.de/immobilien/energiesparen/tid-21553/serviceflop-wechseln-ist-kein-klacks-mit-teldafax_aid_605231.html
In dieser Mail entschuldigt sich ein Mitarbeiter wegen der Verzögerung der Schlussrechnungen und teilt mir mit, dass die betreffende Fachabteilung auf die Dringlichkeit hingewiesen wurde, dass die Schlussrechnungen zeitnah erstellt werden.
Ich gehe davon aus, dass man durch den Mitarbeiter von TelDaFax auch zur Kenntnis genommen hat, dass ich keine weiteren Abschläge zahlen werde, da ich auf die Schlussrechnung warte. Somit auch keine Mahngebühren zahlen werde, falls es doch länger dauert. Sollten diese Forderungen auf mich zukommen, kontaktiere ich eher einen Anwalt, als diese zu zahlen.
Ich werde, wenn es neues gibt, darüber hier ebenfalls berichten, mal schauen, wie zeitnah nun abgerechnet wird?
Zitate:
TelDaFax am Abgrund
Zahlungsprobleme: Elf Netzbetreiber kündigen Verträge mit Energieunternehmen
Was TelDaFax-Kunden tun können
An TelDaFax-Kunden in den Gebieten der sperrenden Netzbetreiber, sind Schreiben herausgegangen. Keinem wird der Strom oder das Gas abgedreht. TelDaFax-Kunden wechseln automatisch zum Grundversorger der Region und erhalten weiterhin Energie. Allerdings droht TelDaFax-Kunden, die Vorkasse geleistet haben, ein finanzieller Verlust.
Zwar verspricht das Unternehmen, Geld zurückzuerstatten. Doch die Verbraucherzentrale Berlin befürchtet eine Insolvenz - dann wäre das Geld ganz schnell weg. Die Verbraucherzentrale rät den Kunden daher, schnellstens den Vertrag mit TelDaFax zu kündigen. Wer Vorauszahlungen geleistet habe, sollte sie schnell zurückfordern.
Die Verbrauchzentrale empfiehlt, den Zählerstand - am besten im Beisein eines Zeugen - abzulesen und TelDaFax per Einschreiben mitzuteilen. Auf Basis dieses Zählerstands sollten die Kunden dann die Summe für das bis 31. März verbrauchte Gas errechnen und bezahlen. Wer Geld vorausgezahlt habe und nicht zurückerhalte, solle einen Mahnbescheid beantragen.
http://www.vz-bawue.de/UNIQ130211149616491/link858811A.html
Für betroffene Verbraucher gibt es je nach Situation unterschiedliche Handlungsmöglichkeiten mit Musterbriefen.
Wenn noch nicht geschehen - schriftlich letzte Mahnung per Einschreiben/Rückschein mit einer Frist (!) setzen zur Erstellung der Schlussrechnung und Überweisung des Guthabens.
GANZ WICHTIG:
- Es reicht nicht eine Fristsetzung in einem Internetportal wie diesem hier; damit sind die rechtlichen Formerfordernisse nicht erfüllt.
- Fristsetzung mit Angabe eines Datums - also nicht einfach nur innerhalb von z. B. eine Woche, sondern den Tag benennen, an dem die Frist abläuft. Dann Einleitung des gerichtlichen Mahnverfahrens und Vollstreckungsbescheid!
Ein Antrag auf Erlass eines Mahnbescheids ist meines Wissens kostenlos hier erhältlich: www.online-mahnantrag.de.
Die gerichtlichen Kosten des Mahnverfahrens entstehen bereits mit Eingang des Antrages beim Mahngericht: Forderungen unter 900 Euro kosten meines Wissens pauschal 23 Euro.
Wenn man einen Anwalt beauftragt, den Mahnbescheid zu beantragen, betragen die Anwaltskosten für Forderungen unter 300 Euro meines Wissens pauschal 31 Euro.
Diese Kosten werden der Hauptforderung direkt aufgeschlagen und müssen von dem Schuldner getragen werden, wenn die Hauptforderung bekannt ist und er dieser nicht widersprochen hatte.
Eine spätere Antragsrücknahme entbindet den Antragsteller nicht von der Pflicht zu deren Zahlung.