Unglaublich was die Deutsche Post macht.
Gestern erhielt ich Post von der Rentenversicherung und Kontoauszüge von meiner Bank.
Beide Sendungen waren unbeschädigt im Fensterkouvert. Die Briefe im verschlossenen Kouvert aber mit falscher Adresse (Strasse PLZ Ort ) beschriftet.
Die falsche Adresse ist die Anschrift meines geschiedenen Mannes.
Mein Ex-Mann hat für seine Post einen Nachsendeauftrag abgegeben.
Eigenmächtig wurden vermutlich von der Post meine Briefe zurückgegeben mit dem Vermerk "Neue Adresse"
D.h. meine Bank und die Rentenversicherung haben daraufhin die Anschriften geändert - wer weiss wer noch alles?
Meine Forderung an Deutsche Post:
Erklärung von der Deutschen Post
Firmen-Antwort ausstehend seit 17 Jahren, 283 Tagen und 3 Stunden.
Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?
kommentare und trackbacks 7
Die DPAG hat angenommen, dass der Nachsendeantrag für die gesamte Familie gelten würde - und deshalb der Bank und der Rentenversicherung erzählt, dass ihr bei deinem Ex wohnen würdet. Die Rentenversicherung und die Bank haben daraufhin ihre Datenbestände „aktualisiert“.
Einen zuverlässigen Schutz gegen solche Fehler gibt es bisher nicht. Man kann zwar bei seinen eigenen Nachsendeanträgen den Datenhandel verbieten (dann gibt die Post die Daten des eigenen Nachsendeantrags nicht weiter, auch nicht falsch). Allerdings schützt einen das nicht davor, dass es trotzdem zu Falschnachsendungen kommt oder dass der Nachsendeantrag eines dritten auf die eigene Post angewendet wird.
Eine deutliche VErbesserung wäre es aber, wenn man beim Nachsendeantrag auch potenzielle VErwechslungskandidaten angeben könnte, die vom Nachsendeantrag nicht erfasst werden sollen („z. B. Nachsendeantrag gilt für Schulz, nicht aber für Schultz“).