Die Zukunftsaussichten der Finanzdienstleister sind düster. Die weltweite Bankenkrise erreicht mit voller Wucht Deutschland. Kunden räumen panikartig ihre Konten und ... bei 150 Sparkassen fällt der Strom aus!
Unglaublich aber wahr: Am Donnerstag, 02.10.2008, 03:40 Uhr, fällt im Rechenzentrum des IT-Dienstleisters der Sparkassen "Finanz Informatik" der Strom aus. Die bereitstehenden Notstromaggregate bleiben aus. Die Server werden heruntergefahren.
Ein Drittel aller Institute ist betroffen. Die Kunden der Sparkassen in Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen können kein Geld mehr abheben. Erst im laufe des Tages wurde das "Problem" behoben.
Fest steht: Die Sparkassen gewinnen durch das auf die "Panne" folgende lange Wochenende etwas Zeit, um Liquidität für den am Montag (06.10.2008) erwarteten weiteren Mittelabfluss sicherzustellen.
Meine Forderung an Deutscher Sparkassen- und Giroverband:
Keine weiteren Stromausfälle im Rechenzentrum Hannover
Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?
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Merkel: "Wir sagen den Sparerinnen und Sparern, dass ihre Einlagen sicher sind."
Steinbrück: "Ich möchte gerne unterstreichen, dass wir ... dafür Sorge tragen wollen, dass die Sparerinnen und Sparer in Deutschland nicht befürchten müssen, einen Euro ihrer Einlagen zu verlieren."
Der Run wurde in letzter Minute verhindert. Top-Banker haben Anfang diesen Jahres verraten, dass nur das lange Wochenende die Kernschmelze verhindert hat.
Das zu Thema: Verschwörung
Dem IT-Dienstleister der Sparkasse muss man sagen, dass EIN Marder den K-Fall nicht auslösen darf. Die Infrastruktur für lebenswichtige Geschäftsprozesse muss redundant ausgelegt sein. Das bedeutet: zwei identische, räumlich getrennte Rechenzentrumsmodule, die synchron arbeiten. Zwei Standorte mit voneinander unabhängigen Einwahlknoten und Netzanschlüssen.
Aus Kostengründen wurde das RZ-Leipzig aber geschlossen und die dortigen Server in Hannover angeschlossen. Die Sparkassen müssen sich fragen, ob die Eigenkapitalausstattung bei dem (durch das IT-Management) erhöhten operationellen Risiko noch ausreicht (AMA Ansatz).