Da freut man sich doch, wenn man, noch bevor man den ersten Kaffee trinken kann, schon am öffnen der Milchtüte scheitert. (Siehe Foto) Natürlich kann man sagen, so was kommt nun mal vor und kann schon mal passieren.
Das Problem ist aber viel mehr, dass Tetra Pak vor ein paar Monaten einen, wie ich fand, perfekten Milchtütenverschluß gefunden hatte. Das war ein länglicher Verschluss, der genug Platz ließ, dass auch Luft in die Packung hineinströmen konnte. Er lies sich leichter öffnen, denn durch die längliche Form wurde die Kraft die man aufwenden musste um den Verschluss das erste mal zu öffnen nahezu perfekt an die Stelle übertragen, an der sie benötigt wurde. Hatte man seine Milch im Glas, oder im Kaffee, konnte man den Verschluss einfach wieder zudrücken und er hielt sich von alleine fest. Für Milch gab es noch nie einen besseren Verschluss finde ich.
Und jetzt?
Jetzt muss ich umständlich schrauben, ruckartig an dem Stöpsel ziehen und kann nur hoffen, dass es dann auch klappt und ich nicht wie hier den Ring zerreiße. Wenn es gelingt den Verschluss mit einem Plopp zu öffnen spritzen immer ein Paar Tropfen Milch in die Küche, oder auf das Hemd das man frisch an hat. Außerdem ist die Öffnung zu klein und es kann keine Luft zurück in die Packung strömen. Das hat wiederum zur Folge das die Milch unkontrolliert aus der Packung in die Küche spuckt.
Der Schraubverschluss hat einen einzigen Vorteil. Nur für den einen, einzigen Fall, dass man den ganzen Karton fallen lässt hält er tatsächlich sicherer dicht als ein Verschluss der nur aufgedrückt ist. Da ich aber in gut 99% aller Fälle den Weg Kühlschrank Küchentisch, Küchentisch Kühlschrank fehlerfrei schaffe wiegt dieser eine Vorteil meiner Meinung nach die vielen Nachteile nicht auf.
Und bitte erzählt mir jetzt nicht, dass der Schraubverschluss so ungemein praktisch ist wenn man seine Milch mit sich herum trägt und unterwegs trinkt! Das mag für Saftkartons passen, aber für Milchkartons?
So hipp und cool ist Milch trinken "to go" einfach nicht.
Und selbst das Argument, dass man dann aber nur einen Karton machen müsse der auf Saft und auf Milch passt, erschließt sich mir nicht wirklich, denn interessanterweise hab ich noch keine Saftkartons mit exakt diesem Verschluss gesehen!
Meine Forderung an Tetra Pak:
Stellt die Milchkartons wieder auf den praktischen länglichen Clipverschluss um!
Antwort auf die Beschwerde vom 13.08.2008
Sorry, diese Beschwerde ist uns durchgegangen, aber wir antworten gerne und entschuldigen uns, dass es so lange gedauert hat. Tetra Pak hat diverse Verschlüsse in seinem Angebot. Den Klappverschluss ReCap gibt es immer noch. Aber offensichtlich wird der Schraubverschluss von den Verbrauchern bevorzugt, sonst hätten sich die Handelsunternehmen und die Abfüller nicht für einen Wechsel entschieden. Denn diese Entscheidung, welcher Verschluss zum Einsatz kommt, wird nicht von Tetra Pak getroffen. In der Einführungsphase des Schraubverschlusses kam es wiederholt vor, dass der Ring beim Aufreissen durchriss. Dieses Problem ist mittlerweile behoben. Zumindest haben wir in letzter Zeit keine dahingehende Reklamation erhalten.
Das Problem des Spritzens liegt wahrscheinlich an dem, wie Sie es treffend beschreiben, "ruckartigen Stöpsel ziehen". Wenn der Karton mit einer Hand festgehalten und die Lasche mit der anderen Hand langsam aufgezogen wird, sollte es nicht spritzen. Auch das Ausgießen muss langsam erfolgen, so dass Luft in die Öffnung fließen kann.
Wir kennen das Problem des "Blubberns" beim Ausgießen und arbeiten an der Lösung. So hat zum Beispiel unsere Tetra Top-Verpackung (Frischmilch Weihenstephan, Bärenmarke, etc.) eine so große Ausgießöffnung, das ein Spritzen beim Ausgießen nicht stattfindet. Auch die sich seit kurzem im Handel befindliche Tetra Brik Edge-Verpackung hat einen wesentlich größeren Verschluss und lässt sich leicht und ohne spritzen ausgießen.
Bei diesen Verpackungen mit extra großem Verschluss handelt es sich aber bisher um Frischmilchverpackungen. Für aseptisch abgefüllte Produkte - also Produkte die lange haltbar sind - sind diese Verschlüsse so nicht zu übernehmen, da sie die Haltbarkeit der Produkte nicht garantieren würden. Aber wir arbeiten daran, auch hier eine Packung mit extra großem Verschluss auf den Markt zu bringen.
kommentare und trackbacks 12
Es wird teilweise immer schwieriger an die begehrten Waren ranzukommen.
Mir ist aufgefallen, dass es eigentlich schon wieder ein neues Problem gibt (nicht mit Tetra Pak, sondern Verpackungen allgemein).
Die Plastikverpackungen um Käse, Wurst und Co z.B. sind mittlerweile sehr scharfkantig geworden. Darüber hinaus die Plastiktüten beim Einkauf immer dünner. Und so ist es mittlerweile durchaus möglich, dass man seinen Einkauf in die Plastiktüte stopft, um möglichst schnell die Kasse wieder freizumachen, und wenn man die Tüte anhebt, haben die Verpackungskanten die Tüte bereits in Fetzen geschnitten.
Und bitte spart euch die Kommentare, dass ich mir doch einen schönen selbst gestrickten Beutel von Zuhause mit zum Einkaufen nehmen soll. Ich weiß, Jute statt Plastik, aber darum gehts jetzt nicht.