Laufmüde Mitarbeiter in der Postzustellung

Bonn

Gestern gab ich ein Einschreibebrief per Übergabe bei unserer Postfiliale in Berlin auf.

Meine Oma ist sehr stark gehbehindert. Der Postbote bringt ihr das ja bis an die Tür. Denkste!!!! Nein er klingelte ja noch nicht mal. Lediglich ein Zettel tronte im Briefkasten mit dem üblichen Text zur Entschuldigung der Faulheit des Mitarbeiters. Ich finde es dreist, dass man für so einen Brief stolze 4,25 Euro bezahlt, um ihn sich dann doch bei der Post abholen zu müssen. Warum stellt die Post IMMER solche Mitarbeiter ein. Mich würde ja mal interessieren, nach welchen Kriterien man dort die Mitarbeiter einstellt. Meine Oma wohnt in Gera, aber bei uns in Berlin ist das genauso. Ich bin von Berufswegen Koch. Was wenn, ich ein Essen koche und es dann angeblich an den Tisch gebracht habe. Und dann behaupte, der Gast war gar nicht am Tisch, er kann es sich in der Küche selbst abholen zum Aufschlagspreis von 25 Euro pro Essen??? Wie würde man denn darauf reagieren??

Beschweren kann man sich leider auf der Homepage auch nicht da, es erst gar nicht abzuschicken geht. Die Hotline kostet wie üblich sehr viel Geld. Aber so ist das hier in Deutschland. Traurig!!! Ganz frech finde ich ja den Werbeslogan, da brech ich zusammen. JEDER EINZELNE ZUVERLÄSSIG ÜBERBRACHT!! FÜR IHREN BRIEF GEBEN WIR ALLES!!! Da wird mir echt übel.

Meine Forderung an Deutsche Post:

Erstattung meines Geldes der nicht erbrachten Serviceleistung und Entschuldigung bei meiner Oma

Firmen-Antwort ausstehend seit 18 Jahren, 83 Tagen und 4 Stunden.

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kommentare und trackbacks 28
Jens Reimann
ist die Regel und nicht Ausnahme. Ich kann mich an keinen einzigen Fall erinnern, wo der Postbote tatsächlich auch mal geklingelt hätte, obwohl ich zu Hause war. Die machen sich noch nicht mal die Mühe einer Ausrede: das ist halt so.... Mit einem quasi Monopol kann man sich diese Dreistigkeit eben erlauben. Ich hoffe nur, daß sich elektronische Medien noch schneller ausbreiten und dieser Dreistigkeitssumpf endlich trockengelegt wird.
Sinasi
deckt sich zu 100% mit meinen Erfahrungen. Wir bekommen öfters mal ein Einschreiben zugeschickt und finden dann lediglich eine Benachrichtigung im Briefkasten, obwohl das Büro während der Zustellzeiten immer besetzt ist. Die Postler sind schlicht zu faul, in den 2 Stock des Bürogebäudes zu laufen bzw. per Aufzug zu fahren.
Maik Schwerlich
Werbung und Realität gehen auch bei anderen Firmen auseinander. Aber bei der Post ist das wirklich extrem. Man hat sich schon so an diese Veräppelei gewöhnt, weil man es einfach gar nicht anders kennt. Die EU Komission sollte sich nach den Billigfliegern auch mal die Post vornehmen. Das "für dumm verkaufen" der Kunden muß aufhören.
Uwe
Leider geht es uns ganz ähnlich. Selbst wenn man zu Hause war und die Klingel angewesen, hat man plötzlich einen Abholschein im Briefkasten. Natürlich darf man erst am nächsten Tag in der Filiale erscheinen, egal wie dringend man die Lieferung erwartet hat. Seltsam daran ist nur das bei jedem anderen Zustellservice uns das bisher noch nie passiert ist. Da kann man sein Paket beim Nachbarn holen, nur die Post nötigt uns immer zu einem Tag Wartezeit und Abholwegen!!! Bin seit dem auch aus Prinzip auf andere Zustellservice ausgewichen wenn ich verschicke.
Martin Kenter
@Dieter Schmitt: OK, offensichtlich wird den einzelnen Zustellern etwas aufgebürdet, was diese gar nicht bewältigen können. Aber dafür kann der Kunde nichts, der eben für eine Zustellung an der Haustür bezahlt hat. Außerdem gibt es hier zahlreiche Beschwerden von Leuten, die in Büros arbeiten und den ganzen Tag anwesend sind. Und die sind eben sofort an der Tür. Es ist halt schlichtweg Betrug von der Post, wenn eine Leistung zugesagt und anschließend systematisch nicht erbracht wird. Wenn die Post nicht dazu im Stande ist, sollte sie dieses Produkt einfach nicht anbieten.
Maik Paulin
Auszug aus der Investoreninformation (Finanznachricht H1 2008) "Unternehmensbereich BRIEF Die Deutsche Post konnte ihre gute Position nach der vollständigen Öffnung des deutschen Briefmarkts am 1. Januar 2008 behaupten. Auch die Auswirkungen der wirtschaftlichen Eintrübung hielten sich bisher in Grenzen. Das Gesamtvolumen im Geschäftsfeld Brief Kommunikation erhöhte sich im zweiten Quartal um 3,2 Prozent. Außerdem hat die Deutsche Post auch die Zahl der Kundenkontaktpunkte weiter erhöht. Der Umsatz im Briefbereich stieg im zweiten Quartal um 1,6 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro an. Das EBIT wurde trotz eines neuen Marktumfelds und gestiegener Kosten um 1,9 Prozent auf 321 Millionen Euro erhöht." Bei 321.000.000,- EURO Gewinn vor Zinsen und Steuern läuft der Zustellbereich ja recht erfolgreich. Wäre interessant zu erfahren mit welchen "Vergünstigungen" die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat eingewickelt werden um die von Dieter Schmitt beschriebene Arbeitsbedingungen zuzulassen. Auf die Firmenantwort bin ich jedenfalls sehr gespannt.
Sandra Metzeler
wer kennt das nicht. Mich würde mal interessieren, wie man sein zu viel gezahltes Geld zurückbekommen kann. Das Vorgehen der Post scheint ja bei der Fülle von Beschwerden, die im Internet kursieren, System zu haben.
Ida Vormwald
Warum muß der Postler mit einem VW-Bus Briefe aus fahren? Nach jedem dritten bis vierten Haus läuft er zurück um sein Fahrzeug nach zu holen jetzt habe ich meine Haustüre überdacht somit wird die Briefpost nicht mehr in den Briefkasten gesteckt, sondern er wirft sie vor die Haustüre damit sich der Wind damit beschäftigen kann. Darauf angesprochen gab er mir die Antwort: der Briefkasteneinwurf wäre zu klein (24cm breit 4cm hoch und sitzt mit Zustimmung seines Vaters, der ebenfalls Briefträger war seit 31 Jahren) Kürzlich beobachtete ich Briefträger in unserer Kreisstadt, die waren mit dem Fahrrad unterwegs, aber da ging's rund, die haben ja die doppelte Arbeit als die bei uns auf dem Lande. Da sollte man unsere Herrschaften einmal strafversetzen, damit diese das Arbeiten auch einmal lernen.
Stefan Gebhardt
paket erwartet, postbotin wirft abholkarte ein und klingelt, wohne 5.og, so schnell kann ich niemals unten sein. Eig. erwarte ich eine zustellung von paketen an der wohnungstür auch im hochhaus :(
ReclaBoxler-7043648

Hallo,

ich bin Zusteller der Deutschen Post AG und wollte nur mal klar stellen, dass es nicht immer so ist. Ich arbeite seit 10 Jahren bei der Post, habe 680 Abgabestellen und davon 202 ohne Briefkasten. D.h. ich gehe bei über 200 Kunden ins Haus, Grüße und lege die Post im Haus ab.

Davon abgesehen muss man auch verstehen, dass der Zusteller für die Zustellung eines Einschreiben ca. 30-40 Sekunden an Zeit angerechnet bekommt. Klingeln bis jemand öffnet 20 Sek., klarstellen dass ein Einschreiben vorliegt 10 Sek.( wenn Kunde nicht noch fragt wo das her kommt usw.) na toll dann bleiben noch 10 Sek. um alles auszufüllen und im Amt einzuscannen. Ich weiss das ist schwierig zu verstehen, doch wer einmal zugestellt hat, der weiss das, dass die realität ist!

Und davon abgesehen, wer die AGB liest weiss das es so läuft mit dem Benachrichtigen. Weiss der Zusteller überhaupt von der Krankheit? War es der Stammzusteller? War es vielleicht wie so oft ein Vertreter der nicht mal den Ort/Stadt genauer kennt? All das spielt doch auch eine Rolle. Tut mir einfach einen Gefallen und schimpft nicht sofort auf die Zusteller, denn wenn wir alles von den Kunden was uns Ärgert ins Internet stellen würden, dann hätte das ganze www nicht genügend Platz, denn nette Kunden sind leider auch RAR geworden. Früher sprach man den Zusteller direkt an und nicht das Unternehmen direkt, aber das Zwischenmenschlich ist wohl seit dem Mellenium verloren gegangen!

Thon Nürnberg
Wir können uns diesen Beschwerden nur anschließen - zuerst wird strum geklingelt beim Empfänger, dann unmittelbar danach (ohne auf Reaktion zu warten) dasselbe bei sämtlichen Mitbewohnern im Haus und anschließend wird der Paketbote der DHL-Post noch frech und sagt sinngemäß: "Seien Sie doch froh, daß ich Ihnen das Paket überhaupt noch bringe" - so geschehen in Nürnberg-Thon gestern Mittag gg. 13:15 Uhr - und das ist nicht das erste Mal. Unsere Namen bleiben anonym, da die Deutsche Post auf unsere Reklamationen auch nicht reagiert.
Thon Nürnberg
Es war mal wieder soweit: die DHL-Paket-Post hat geklingelt, ich habe unmittelbar oeffnen koennen und wie sich anschliessend herausstellte, wurden von dem DHL-Paket-Austraeger alle anderen Haus-Parteien ebenfalls herausgelaeutet (Postzustellbezirk 90425 am 17.11.09 gg. 13:30 Uhr). Man muss die DHL-Post meiden, wo immer es geht, und zur Konkurrenz gehen; die koennen es wesentlich besser, wie z. B. HERMES. Dann geht es der DHL-Paket-Post zwar noch schlechter, aber sie saegen ja so gerne an dem Ast, auf dem sie sitzen.
Hans Albern
So, so. Hermes kann es also besser? Was ist hiermit?

http://de.reclabox.com/beschwerden/suche?searchstr=hermes

Außerdem würde ich mich an Ihrer Stelle mit der Ausdrucksweise zurückhalten. Würde mich nicht wundern, wenn Ihr Beitrag von 24.11.2009 | 07:14 gelöscht wird. Davon abgesehen, ich habe noch nie negative Erlebnisse mit der Post und DHL gehabt. Im Gegenteil, mir hat sogar schon öfters mal ein Postbote geholfen, wenn ich eine bestimmte Adressse oder Straße gesucht habe. Bei Hermes und DPD usw. wird oft vom Zusteller gefragt, wo diese oder jene Adresse ist.
ReclaBoxler-9913125
Ich denke, es kommt auf die Zusteller an ,und darauf, wo man wohnt. Als ich noch in der Stadt wohnte, in einem riesigen Hochhausblock, wo man praktisch völlig anonym wohnt, da hatte ich auch die größten Probleme mit dem DHL Zusteller. Das erste Mal bekam ich das Paket noch an die Wohnungstür gebracht, da wußte der Zusteller beim Klingeln auch noch nicht, daß wir im 13. Stock wohnen ,und der Aufzug nur bis zum 12. Stock fährt. Danach hat er nicht mehr geklingelt, sondern legte mir jedesmal den bekannten orange farbigen Abholschein in den Briefkasten. Ich habe mich x mal bei DHL beschwert, aber das scheint die nicht zu interessieren.

Jetzt, wo ich etwas ländlicher wohne, und der DHL Bote früher Jahrzehnte lang der Postbote war (der Mann kennt jeden) gibt es keine Probleme mehr. Der Mann ist wirklich zuverlässig, nach dem könnte man die Uhr stellen. Aber leider ist das wirklich die Ausnahme.
K
Kathy
Ich muss sagen, es kommt wirklich auf den Zusteller an. In meinem Fall anders herum als der von ReclaBoxler.

Bis Mitte diesen Jahres wohnte ich in einem Neubaugebiet, meine Post war stets pünktlich und in etwa um die gleiche Zeit da, die Paketzusteller haben immer bei mir geklingelt und die Zustellung bis an die Wohnungstür (10. Etage, eine laufen) gebracht, wenn man nicht anwesend war, so haben sie diese bei der Nachbarschaft mit einem Zettel abgegeben.

Jetzt wohne ich etwas ruhiger in der selben Stadt, es wird nicht ein mal mehr geklingelt. Die Nachbarschaft wird nicht gefragt und wenn man Glück hat, befindet sich der Zettel im Briefkasten, und nicht öffentlich einsehbar an der Haustür angeklebt. Dies in einer Gegend, wo die nächste Filiale etwas entfernter ist. Wann die Trude mit der Briefpost vorbeikommt ist immer ein Rätselraten - mal mittags und mal nachmittags.
S
Stephanie Pallien
In meiner vorigen Wohnung war Nicht-Klingeln ebenfalls die Regel. Und das, obwohl wir damals so gut wie jeden Tag mit 3 Personen zuhause waren und sogar im Erdgeschoss gewohnt haben.

Die Krönung jetzt: uns werden regelmäßig leere Briefumschläge zugestellt. Nachzulesen hier: http://de.reclabox.com/beschwerde/22275-deutsche-post-essen-inhalt-aus-briefumschlag-entnommen
ReclaBoxler-1913916

Hallo, bei mir kommt die Post erst gar nicht an, sondern geht unzustellbar zurück, obwohl der Name deutlich 1x am Klingelbrett und auch am Hausbriefkasten steht, somit habe ich Ärger mit QVC und deren Anwälten!

Also wie auch immer es gibt keine zuverlässige Zustellung mehr, ob Paket oder Briefe

Mitarbeiter Post
Es ist wirklich erstaunlich, was man hier liest. Ich bin seit 20 Jahren als Briefzusteller tätig und fülle sicherlich nur Benachrichtigungskarten bei Einschreibbriefen aus. (Natürlich NICHT!) ch kenne kaum einen Kunden, der auch nur annähernd die AGB`s der DP AG kennt oder gar gelesen hätte.
Diese so genannten Übergabeeinschreiben und ähnliches werden eingescannt, es ist jederzeit möglich zu verfolgen, welcher Mitarbeiter die Sendung bearbeitet hat, und auch ob er sie persönlich zugestellt oder benachrichtigt hat.
Desweiteren haben wir ein knallhartes Qualitätsmanagement, die uns kontrollieren. Es ist manchmal sicherlich effektiver, einfach mal seinen persönlichen Briefzusteller anzusprechen bei Problemen, denn ja, wir können sprechen und evtl. Probleme lösen. Es reicht auch, einen Zettel am Briefkasten mit dem Vermerk "Briezusteller, bitte melden bei..."!
Ich denke, dass kaum ein Kunde weiß, was ein Briefzusteller leistet. Es wird immer maßlos übertrieben, dabei wird aber immer vergessen, das auch wir selbst Postkunden sind. Mit einem Lächeln, einem freundlichen Gruß, einem kleinen Plausch kommt man meistens schneller zum Ziel!
Wir sind Menschen, keine Roboter oder Computer. In diesem unseren Job braucht man die Fitness eines Hochleistungsspotlers und das Hirn eines Professoren. Kein Zusteller ist einfach zu faul, wir kommen bei Wind und Wetter und schleppen Tonnen von Post und Werbung zu unseren Kunden. Werdet alle freundlicher im Umgang miteinander und es wird für alle Beteidigten angenehmer.
WieBitte?
Lieber Post Mitarbeiter.

Auch wenn Ihre beruflichen Leistungen von den meisten unter- bzw. nicht geschätzt werden, aber lassen Sie bitte die Kirche im Dorf.
Fitness eines Hochleistungssportlers? Hirn eines Professoren? -Also, ich bitte Sie, jetzt bleiben Sie mal auf dem Teppich. Wenn Sie selbst das Hirn eines Professoren haben, müssten Sie eigentlich wissen, dass Sie in diesem Fall ja nur von sich selbst sprechen können. Es sei denn, Sie kennen jeden Zusteller (deutschlandweit) persönlich. Auch sollten Sie bei aller Liebe ebenfalls bedenken, dass Sie sich schließlich diesen Beruf selbst ausgesucht haben. Und dazu gehört nunmal Tonnen von Post bei Wind und Wetter unters Volk bringen. Und von wegen "es wird immer maßlos übertrieben", mit diesem Thema scheinen Sie sich ja bestens auszukennen.
Mitarbeiter Post
Sicherlich kenne ich mich aus, da ich in einer Großstadt wie Berlin arbeite (täglich über 2000 Haushalte). Bei uns ist es wie in jedem anderen Unternehmen auch, immer mehr arbeiten für immer weniger. Da ich Ihnen ja keine unernehmensinternen Dinge preisgeben darf, können Sie diese Aussagen natürlich nicht nachvollziehen. Das mit dem selber ausgesuchten Job war vor 20 Jahren sicherlich auch noch ganz anders. Da waren wir aber staatlich und keine AG. Es geht hier auch nicht darum, dass wir jammern, sondern eher um die Vorstellung der täglichen Leistung eines Briefzustellers. Wenn Sie nicht glauben, dass diese Aussagen stimmen, dann laufen Sie doch mal einen Tag neben Ihrem Briefzusteller her. Ich rede in meinem Fall von 87 Treppenhäsern (täglich) hintereinander bis in den dritten Stock, wo ich die Post in den Wohnungsschlitz stecke!
WieBitte?
War selbst mal Zusteller, allerdings nicht für die Post. Mir ist schon klar, was jeder Zusteller zu leisten hat. Aber ich kenne eben auch die andere Seite. Die, wo man den ganzen Tag über bzw. tagelang Zuhause sitzt, und vergeblich auf Post wartet, und außer einer Benachrichtigungskarte kommt einfach nix. Oder die Zustellungen gehen zurück, weil dem Zusteller der Emfänger unbekannt ist.
Und, und und. Es gibt solche und solche liebe Postboten und irgendwo ist immer ein schwarzes Schaf dabei.
ReclaBoxler-1212819
Als ehemaliger Mitarbeiter der Deutschen Post (35 Jahre) möchte ich auch meinen Senf dazugeben. Also, wenn ich die Kritiken lese, gibt es bei der Post nichts gutes, was allerdings nicht stimmt, es gibt auch nette und freundliche Zusteller. Es stimmt schon, dass die Qualität der Postzustellung leidet und nicht mehr den Erwartungen der Kunden entspricht. Vor 20 Jahren waren wir noch staatlich, da wurden wir nicht von "Volks"-Aktionären kontrolliert, sondern haben uns noch Zeit (unbezahlt) für die Kunden genommen. Heute muß am Jahresende der Aktienkurs stimmen, sollte dies nicht der Fall sein, können wir ja noch am Personal (Streetworker)sparen. Die Zusteller werden heute im Verhältnis schlechter bezahlt als vor einigen Jahren und müssen ein vielfaches mehr leisten. Es ist richtig für eine Leistung, die man bezahlt, sollte sie auch erbracht werden. Es gibt keinen Entschuldigsgrund für schlechte Zustellung. Die in die Jahre gekommenen Zusteller waren Post und gaben für die Firma alles. Heute wird nur "schlechtes" Personal eingestellt, die mit der Devise arbeitet, Hauptsache Geld kommt in meine Tasche, wie ist egal und wenn es mir zu viel wird, höre ich auf und bekomme Hartz. Es sind nicht alle neu eingestellten schlecht, aber sie werden durch den Belastungsdruck schlecht gemacht. Jeder, der bei der Post arbeitet, sollte seiner Leistung nach bezahlt werden und nicht noch zu Überzeit ohne Bezahlung gezwungen werden. Es ist so. Die anderen Zustelldienste arbeiten nicht besser und nicht schlechter, sie werden nur schlechter bezahlt oder kann mir da einer widersprechen. Sind wir froh, dass es "Idioten", ob bei der Post oder anderen Zustelldiensten gibt, die bei Wind und Wetter (wo von uns keiner mehr auf die Straße geht bez. im schattigen Cafe sitzt), um uns die Post zuzustellen. Geht auf einander zu und wenn es dann nicht funktioniert, beschwerdet euch unter Umsständen in der Tagespresse, die sich über solche Artikel freut.
ReclaBoxler-7447745

Ich arbeite bei der Post und kann dieses Phänomen erklären. Tonnenweise Werbung und das alles in einer strikt eng bemessenen Zeit ca. vier bis sechs Stunden. Da hat der Postbote nicht viel Zeit zu warten und der Service bleibt auf der Strecke. Das ist doch überall so - wo Mitarbeiter eingesparrt werden, bleibt der Service auf der Strecke. Es sollen ja auch 40 Pakete in einer Stunde zugestellt werden. Also knapp über eine Minute für ein Paket. Wie lange soll man da klingeln und den Scanner muß man ja auch noch bedienen. Herr Appel bekommt ja auch nur 400.000,- im Monat.

So sieht die Realität aus.

Ernst Müller
Ich bin selbst Zusteller der Post und manchmal bis zu zwölf Stunden am Tag im Dienst, sechs Stunden davon auf Zustellung und das ohne Pause. Wenn ich dann bei jedem klingeln müsste, hätte ich locker 14 Stunden pro Tag Dienst. Die Bezirke sind aber nur auf acht Stunden pro Tag zugeschnitten. Arbeite ich länger als diese acht Stunden, bekomme ich schon eine Abmahnung. Aber in acht Stunden ist mein Bezirk nicht zu schaffen! Das wissen die Vorgesetzen auch, aber denen ist es egal.
Ernst Müller
Ich hatte mal an einem Tag 6 verschiedene Werbungen die ich bei 1200 Abgabestellen zusätzlich mit der normalen Post zustellen sollte! Die folge war, das ich an diesem tag nur den halben bezirk schaffte und der Rest der post samt Werbung für den nächsten Tag liegenblieben! Und da waren Einschreiben, Tageszeitungen usw. dabei! Wenn ein Kollege krank wird bleibt dessen post auch liegen weil kein Personal da ist! Neuerdings werden chinesische Studenten für Billiglohn eingesetzt. Die meisten von ihnen sprechen kaum deutsch. Und die sollen dann einen Kollegen ersetzen der für seinen Beruf jahrelang gelernt hat! Da ist fehlerhafte Zustellung vorprogrammiert! Vielleicht sollten sich mal ein paar Herren der Post in den oberen Etagen die Mühe machen dieses Portal zu lesen! Die schauen doch nur weg wenn es um die Probleme ihrer Mitarbeiter geht. Jahrelang wurde nichts getan, sondern nur Milliardengewinne eingesackt und wieder an der Börse verspekuliert! Wir arbeiten uns die Finger wund und bekommen direkt eine Abmahnung wenn wir mal krank werden, weil wir einfach nicht mehr können! Für Freizeit haben wir keine Zeit mehr und wenn dann brauchen wir die Zeit um uns halbwegs zu erholen!
Ernst Müller
Von wegen wir haben uns den Beruf ja ausgesucht? Vor mehreren Jahrzehnten, als ich anfing, gab es noch die Deutsche Bundespost, wo zu menschlichen Bedingungen gearbeitet wurde. Da hatte der Zusteller noch Zeit für seine Kunden. Da hat die Post noch minus eingefahren, aber das Porto war stabil (und zu billig für den Kunden) und man konnte sich auf seinen Zusteller verlassen. Wurfsendungen gab es auch nur selten und die Bezirke waren nur ein Drittel von dem wie heute.! Solche Bedingungen wie heute haben wir uns sicher nicht so ausgesucht, werter Schreiber da oben!
Heinz Schmitz
Ich wohne im dritten Stock und bei mir wird generell nur benachrichtigt, ganz egal ob ich zu Hause bin, oder nicht! Am schlimmsten sind die von DHL, die machen sich erst gar nicht die Mühe, das Paket mitzunehmen, sondern schicken den Benachrichtigungsschein in einem Umschlag mit der normalen Post. Einen Tag später hat man ihn, wenn man Glück hat, im Briefkasten. Es ist aber auch schon vorgekommen, dass er erst neun Tage später im Kasten war. Da war das Paket schon wieder zum Absender zurückgeschickt worden. Und wenn ich dann zur Post muss, um ein Paket abzuholen, stehe ich hinter einer 20 Meter langen Schlange. Und so was soll kundenfreundlich sein?
Beate Petek
Filiale Bismarckstraße: selten so unfähige Menschen erlebt. Der Filialleiter schimpft lautstark mit seinen Kunden und auf den Kommentar: ich werde mich beschweren - die Antwort: machen Sie mal, bringt eh nix, bin ja unkündbar und Sie können mich mal. Daumen hoch - super Service!

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