Habe am 23.11. einen Artikel bestellt, der zu meiner Schwiegermutter geliefert werden sollte (gleiche Stadt, gleicher Nachname, völlig andere Adresse). Soweit so gut, die Ware ging sehr schnell beim Versandhaus heraus. Am 24.11. tauchte ein Hermes Paketbote bei uns auf und versuchte beharrlich, meinem Mann das Paket aufzudrängen, obwohl wir auf dem Paket weder als Empfänger angegeben waren noch die Lieferadresse stimmte. Da er kaum Mein Mann konnte sich dem Boten gegenüber kaum verständlich machen, der wiederholte in sehr gebrochenem Viertel-Deutsch immer nur unseren Nachnahmen und "HIER" und gestikulierte als Ersatz für die mangelnde Ausdrucksmöglichkeit. Das Paket nahm er nach einigem hin und her wieder mit. Dann eine Weile nichts mehr.
Am Montag, 28.11. dann die große Überraschung - das Paket war wieder da! Was war passiert? Auf dem Paket prangte nun nicht etwa mehr das Adressetikett mit der Anschrift meiner Schwiegermutter - NEIN - nun war ich der Empfänger und ganz sauber auch mit unserer richtigen Anschrift. Es prangte noch ein Vermerk vom letzten Zustellversuch drauf, dass der Empfänger an der Adresse unbekannt sei. Dabei war der Fahrer gar nicht an der richtigen Adresse. Um nicht direkt den Falschen zu verdächtigen, rief ich nun zuerst im Versandhaus an und fragte nach, ob man dort möglicherweise die andere Lieferadresse veranlasst hat. Dort erhielt ich die Auskunft, dass das Paket gar nicht dorthin zurückgekommen war und man auch nichts an der Lieferanschrift geändert hat. Daraufhin rief ich den Hermes Kundenservice an, schilderte den Fall genau und verlangte, dass das Paket kurzfristig bei uns abgeholt und endlich an die richtige Adresse geliefert wird. Die Mitarbeiterin versicherte, dass die Abholung für den nächsten Tag veranlasst würde, dann sollte das Paket auch direkt richtig zugestellt werden. Zwischenzeitlich hatte ich dann mal im Sendungsverlauf nachgesehen, das Paket hatte den Status "ausgeliefert" und davor war es ins Verteilzentrum Hagen zurückgegangen - da muss es wohl einfach umetikettiert worden sein.
Heute Abend um 18.30 Uhr war immer noch niemand zur Abholung da, deshalb rief ich erneut beim Kundenservice an. Die Auskunft dort: Die Kollegin vom Vortag hat tatsächlich gar keinen Auftrag für die Abholung und Richtiglieferung eingegeben! Nun wollte man den Auftrag für den nächsten Tag einrichten. Ich war natürlich entsprechend sauer und habe ausdrücklich darauf bestanden, dass es nun endlich mal was wird.
Ich glaube es erst, wenn ich es sehe, und überlege schon, die Ware noch einmal beim Versandhaus zu bestellen. Meine Schwiegermutter wartet und wartet und wartet. Das Versandhaus war äußerst flott, aber bei Hermes ist wohl alles bedeutend schwieriger.
Falls Hermes hier mitliest, würde ich gerne folgende Fragen beantwortet bekommen:
1. Wie kann es sein, dass der Paketbote nicht mal die korrekte Adresse fährt, sondern einfach den nächstbesten mit dem gleichen Nachnahmen nimmt?
2. Wie lasch wird denn bei Ihnen kontrolliert, wenn der Fahrer "keinen Bock" mehr hat und ein Paket einfach mit dem Vermerk "unbekannt" zurückschickt?
3. Wie kann es sein, dass im Verteilzentrum dann einfach nicht nur die Lieferadresse, sondern auch gleich der Empfängername umetikettiert wird? Mit welcher Berechtigung senden Sie das Paket an eine völlig andere Person?
4. Warum heißt Ihr Kundenservice noch so, wenn dann doch nichts veranlasst wird?
5. Warum beschäftigen Sie nicht Paketboten, die sich zumindest halbwegs auf deutsch verständigen können? Dieser Fahrer hat nicht einmal ansatzweise verstanden, was ihm gesagt wurde.
Ich habe gelernt: Falls ich bei kommenden Bestellungen die Möglichkeit habe, den Lieferservice auszuwählen, wird es nicht mehr Hermes sein. Sowas geht echt gar nicht!
Bestell-/Kundennummer: 94330114800586
Meine Forderung an Hermes:
Richtiglieferung des Paketes, und zwar kurzfristig. Entschuldigung wäre angebracht!
Antwort auf die Beschwerde vom 01.12.2016
Hallo ReclaBoxler-7499908,
für die entstandenen Unannehmlichkeiten entschuldigen wir uns bei Ihnen, möchten jedoch richtig stellen, dass die benannte Sendung und auch eine weitere Sendung nicht an die Anschrift Ihrer Schwiegermutter adressiert waren, sondern vom Versandhaus an Ihre Anschrift gesendet wurden.
Die erste Sendung wurde vom Boten als fehlerhafte Anschrift gescannt, obwohl Ihr Mann die Annahme verweigert hat. In den Originaldaten des Versenders haben wir Ihre Anschrift erhalten. An der Anschrift Ihrer Schwiegermutter konnte der Bote auch nicht sein, da ihm die Anschrift überhaupt nicht vorlag.
Somit ging diese Sendung zur Adressklärung an das Verteilzentrum und nicht, wie bei einer Annahmeverweigerung, zurück zum Versender.
Die Sendung, die am 28.11. bei Ihnen auftauchte, wurde nach der Adressklärung erneut in die Zustellung gebeten und zwar mit den Daten des Empfängers, die vom Versandhaus übermittelt wurden.
Ihr Versender hat eine 2. Sendung an Sie verschickt. Auch an Ihre Anschrift.
Wir haben einen Abholauftrag erstellt und am 30.11. die Sendung, die zu Ihrer Schwiegermutter sollte bei Ihnen abgeholt. Heute, am 1.12. befindet sich die Sendung dort in der Zustellung.
Zu Ihren Fragen:
- der Bote ist an die ihm vorliegende Anschrift, die vom Versender auf dem Paketschein übermittelt wurde, gefahren
- der Bote hat die Sendung nicht als Annahmeverweigerung gescannt, sondern die Möglichkeit der Klärung gelassen
- es wurde keine Umetikettierung vorgenommen.
Herzliche Grüße aus Hamburg,
Ihr Social Service-Team der Hermes Germany GmbH
kommentare und trackbacks 9
Für die Richtigkeit meiner Aussage kann ich Ihnen gerne Beweise liefern. Ich habe bei dem Versandhaus angerufen, wo man mir bestätigt hat, dass das Paket an die Adresse meiner Schwiegermutter geschickt wurde - ich werde hierüber noch eine schriftliche Bestätigung erhalten. Die Versandbestätigung des Unternehmens vom 25.11. liegt mir per Email vor, darin ist als Lieferadresse die Anschrift meiner Schwiegermutter bestätigt. Der Versender hat mir versichert, dass Hermes für dieses Paket keine andere Lieferadresse bekommen haben kann als eben die meiner Schwiegermutter. Weiterhin haben wir noch den Karton, darauf klebt noch die Adresse meiner Schwiegermutter und man kann erkennen, dass dies der zuerst aufgeklebte Adressaufkleber auf dem Paket ist. Die anderen beiden - den "Empfänger unbekannt" und das Adressetikett mit meinem Namen und Anschrift - hat der Paketbote bei der Abholung am 30.11. im Beisein meines Mannes schnell vom Paket abgeknibbelt. Dort wo das Etikett mit meiner Anschrift halb über den EAN-Code und die Sendungsnummer geklebt war, ist der ursprüngliche Adressaufkleber nun durch das Abreißen ein wenig beschädigt. Inzwischen klebt nun auch ein neues, langes Etikett für die letztmalige (endlich erfolgreiche) Zustellung auf dem Paket. Man sieht auch noch, wo ich für die Abholung die Adresse meiner Schwiegermutter mit Kuli eingekreist hatte - meine Anschrift auf dem Zusatzetikett hatte ich durchgestrichen, damit am Ende nicht der Paketbote erneut total verwirrt und das Paket irrlaufen würde.
Das zweite Paket, von dem Hermes hier schreibt, hat mit der Angelegenheit überhaupt nichts zu tun. Dieses Paket wurde an mich adressiert und richtigerweise auch an mich zugestellt und steht hier gar nicht zur Debatte. Da Hermes es aber erwähnt, möchte ich auch darauf eingehen. Diese Sendung wurde am 23.11.16 vom Versandhaus verschickt und ist erst am 30.11.16 bei uns eingegangen. Auch eine ziemlich lange Lieferzeit, aber sonst ist es ja richig gelaufen. Vielleicht gab es aber irgendwo im Hause Hermes oder beim Fahrer eine Verwechslung beider Pakete?
Hier nun noch einmal die Fakten:
Paket 1 (Beschwerde, um die es hier geht) :
Versand durch das Versandhaus am 24.11.16 / Versandbestätigungs-Mail vom 25.11.16 / Lieferadresse: meine Schwiegermutter
Zustellversuch am 25.11.16 bei uns (habe ich in meiner Beschwerde fälschlicherweise mit 24.11. angegeben. Falsche Anschrift und falscher Empfänger, deshalb nicht angenommen)
Zustellung bei uns am 28.11.16 (jetzt mit Umetikettierung an meine Anschrift)
Anrufe/Beschwerden meinerseits beim Hermes Kundenservice am 28.11. und 29.11.16
Abholung durch Hermes am 30.11.16
Zustellung an die richtige Anschrift (meine Schwiegermutter) am 01.12.16
Paket 2 (nicht von uns beanstandet)
Versand durch das Versandhaus am 25.11.16 / Versandbestätigungs-Mail vom 28.11.16 / Lieferadresse: ich
Zustellung an mich am 30.11.16 - lang gedauert, aber zumindest richtig abgeliefert.
Noch einmal: Das Paket war ursprünglich an meine Schwiegermutter adressiert und nachträglich von Hermes mit meiner Anschrift beklebt. Ich möchte das hier richtigstellen, denn ich lasse mir nicht unterstellen, Unwahrheiten zu schreiben. Falls Beweise gewünscht sind, werde ich sie gerne liefern. Nennen Sie mir dazu bitte eine Email-Adresse, wo ich sie hinschicken kann. Sollten Sie tatsächlich an einer echten Aufklärung interessiert sein und nicht nur daran, hier Ihre Fehler zu kaschieren und sich mit Falschbehauptungen in ein besseres Licht zu stellen, sehen Sie sich mal Ihre Trackingdaten und Adressdaten genau an. Und ggf. auch die von mir gelieferten Beweise. Wie gesagt, nennen Sie mir eine Email-Adresse, dann stelle ich sie gerne zur Verfügung. Aus Datenschutzgründen möchte ich natürlich diese personenbezogenen Belege nicht über ReclaBox veröffentlichen, was Sie sicherlich verstehen werden.
Ich hatte gestern eine sehr detailierte Antwort eingestellt, deren Veröffentlichung aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen von Reclabox trotz mehrmaliger Versuche und Hinweisen an den Support nicht vorgenommen wurde. Ich hoffe, das dies noch geschehen wird.
Wie kann zweimal ein Etikett mit Namen und Anschrift meiner Schwiegermutter auf dem Paket sein, wenn Hermes steif und fest behauptet, dass es ursprünglich nicht dorthin adressiert war? Ich begrüße eine Aufklärung der Angelegenheit und bin gerne bereit, dabei mitzuwirken.
Beschwerde ist noch nicht gelöst
Sie können uns gerne per E-Mail unter socialmedia@hermesworld.com kontaktieren. Bitte benennen Sie dann im Betreff "ReclaBox ID 131103".
Herzliche Grüße aus Hamburg,
Ihr Social Service-Team der Hermes Germany GmbH
der letzte Post ist aber nicht wirklich Ihr Ernst? Bereits am 09.12.16 um genau 16.31 Uhr habe ich Ihnen eine E-Mail an socialmedia@hermesworld.com geschickt, mit Angabe der Reclabox-ID 131103 - die E-Mail-Adresse habe ich mir hier aus anderen ReclaBox-Beschwerden herausgesucht, weil von Ihnen keine Reaktion kam.
Vielleicht gehen Sie einmal auf die Suche in den Tiefen Ihres Berudadreieck-Systems und antworten mir endlich. Die Belege habe ich alle mitgeschickt. Ich erwarte Richtigstellung Ihrer Falschaussagen hier und Erklärung, wie solch eine Umadressierung vorgenommen werden kann.
MfG
El Ho
wie wir bereits per E-Mail mitteilten, ist der Vorgang für uns leider nicht nachvollziehbar. Aufgrund Ihres Fotos gibt es natürlich keinen Zweifel und die Sendung war tatsächlich zuerst an Ihre Schwiegermutter adressiert. Leider sagt unsere Sendungsverfolgung hier etwas anderes, weswegen wir Ihnen zuerst widersprachen. Die Ihnen entstandenen Unannehmlichkeiten bedauern wir sehr und bitten hierfür vielmals um Entschuldigung.
Herzliche Grüße aus Hamburg,
Ihr Social Service-Team der Hermes Germany GmbH
Beschwerde ist gelöst