Ich hatte vor einigen Wochen sieben Teile an MOMOX geschickt, wobei nach wochenlanger Bearbeitungszeit leider nur drei Teile akzeptiert wurden.
Die restlichen Teile hatte ich zurück geordert. Die abgelehnten Artikel habe ich zurückerhalten. Die beiden eingeschickten Hosen wurden wegen angeblicher Flecken bzw. eines Lochs nicht akzeptiert. Die beiden Hosen wurden 1-2 Mal getragen und weisen weder Flecken noch Löcher auf (oder hat MOMOX die Löcher für die Hosenbeine reklamiert?). Die Annahmepolitik ist nicht nachvollziehbar.
Aber der größte Hammer folgt: Ich hatte in meiner Lieferung auch Asics-Sneakers in hervorragendem Zustand. Hier wurde von MOMOX die Markenechtheit in Frage gestellt. So weit so gut. Nun die große Überraschung: Meine Asics-Sneakers kamen zurück, professionell verpackt in einer Plastiktüte, versehen mit Strichcode, und einem Etikett von ubup - "used but precious" ubup ist offensichtlich der Secondhand-Laden, der MOMOX angeschlossen ist.
Was lerne ich daraus?
(1) MOMOX hatte die Ware, die MOMOX selber abgelehnt hatte, BEREITS FÜR DEN VERKAUF ÜBER ubup VORGESEHEN.
(2) MOMOX verkauft über ubup Waren, von deren Markenechtheit MOMOX nicht überzeugt ist.
Für mich riecht das ganz klar nach Abzocke: Mit fadenscheinigen Begründungen werden eingeschickte Artikel nicht akzeptiert, dem Kunden wird mitgeteilt, dass die Ware entsorgt/recycelt würde, und gleichzeitig wird die Ware für den Verkauf im eigenen Laden vorbereitet.
Nach dieser Erfahrung komme ich zu folgendem Schluß: Das Geschäftsmodell von MOMOX besteht auch darin, zu spekulieren, dass Kunden eingeschickte Waren nicht mehr zurückordern, damit mit diesen Waren (=GESCHENK an MOMOX) weitere Geschäfte gemacht werden können.
Wie armselig.
Ich lade ein Bild meiner von MOMOX liebevoll verpackten Sneakers mit, die MOMOXwegen angeblicher Markenechtheitsprobleme abgelehnt hatte.
Bestell-/Kundennummer: 407266714956
Meine Forderung an MOMOX:
Stellungsnahme von MOMOX zu dem Fall sowie bzgl. des Geschäftsmodells
Antwort auf die Beschwerde vom 29.11.2016
Lieber Kunde,
in der Tat kann es einen merkwürdigen Eindruck hinterlassen, wenn abgelehnte Ware mit einem Warenetikett zurückgesendet wird. Das war uns bis heute nicht bewusst und führte bislang auch zu keinen negativen Rückmeldungen. Warum befindet sich das Warenetikett an den Schuhen? In unserem Logistikcenter werden täglich über 10.000 Kleidungsstücke geprüft, fotografiert, verpackt, eingelagert und letztendlich versendet. Unsere Wareneingangskontrolle ist dabei sehr streng, da wir in unserem Onlineshop ausschließlich gebrauchte Artikel verkaufen, die frei von Mängeln sind. Dadurch wurden bei Ihnen einige Artikel abgelehnt. Manchmal sind es lediglich kleine Flecken oder Löcher, die zu einer Ablehnung führen. Bei den Schuhen war dies anders. Die Schuhe wurden von uns zunächst in der Warenprüfung akzeptiert. Akzeptierte Artikel bei der Warenprüfung erhalten bei uns ein Etikett mit einem Strichcode. Das ist wichtig, um die Artikel in späteren Prozessen identifizieren zu können. Die Schuhe sind also nach der Warenprüfung zur Echtheitsprüfung gekommen und wurden dort abgelehnt. Anschließend wurden sie eingelagert und haben auf Ihre Entscheidung gewartet. Da sie die Schuhe zurückhaben wollten, haben wir die Schuhe zurückgesendet.
Wir verkaufen aktuell 2 Millionen Kleidungsstücke pro Jahr an mehrere hunderttausend Kunden. Wir wollen und müssen dabei vermeiden, dass wir zum einen Artikel in schlechtem Zustand anbieten und zum anderen sicherstellen, dass keine Zweifel an der Markenechtheit vorliegen. Artikel, bei denen wir bzgl. ihrer Markenechtheit nicht zu hundert Prozent sicher sind, müssen daher leider abgelehnt werden. Uns ist bewusst, dass das für Sie als Kunde kein positives Verkaufserlebnis darstellt.
Wir nutzen das Feedback unserer Kunden regelmäßig dazu, unsere Prozesse zu hinterfragen und zu verbessern. Das werden wir selbstverständlich auch in Ihrem Fall tun. Gern laden wir Sie in unser Logistikzentrum nach Neuenhagen bei Berlin ein, um sich vor Ort ein Bild zu machen. Bei Interesse und natürlich auch für weitere Fragen können Sie sich gern an socialmedia@momox.biz wenden.
Viele Grüße,
das momox-Team
kommentare und trackbacks 4
Auch die Begründung, dass Artikel aufwändig verpackt und gelabelt werden, obwohl die Markenechtheit unsicher ist, finde ich nicht nachvollziehbar. Warum sollte MOMOX viel Aufwand in Verpackung und Labelling der Ware stecken, *bevor* die Markenechtheit geprüft wird? Für die Prüfung der Markenechtheit muss dann die Verpackung wieder entfernt werden? Dass ein derart ineffizientes Verfahren zur Warenprüfung durchgeführt wird, kann ich mir nicht vorstellen.
Mein Eindruck, dass meine Ware durch MOMOX weiter verkauft worden wäre, obwohl man mir mitteilte, die Markenechtheit sei nicht gegeben, bleibt bestehen.
Ich finde es ferner befremdlich, dass meine Emails an die Geschäftsleitung von MOMOX nicht beantwortet wurden.