06.11.2015 | 07:06 Uhr · 622 Views · von Matthias Duda

Hermes Logistik Gruppe Deutschland (Hamm)

Unverschämter Zusteller

Also langsam platzt mir der Kragen. Vor einem Monat haben wir etwas bei A. bestellt und als nach über zwei Wochen immer noch nichts angekommen ist, haben wir nachgefragt. Laut der Sendungsnummer die uns mitgeteilt wurde, wurde das Päckchen bereits zwei Wochen zuvor zugestellt und mit unserem Namen unterschrieben. Leider haben wir weder etwas unterschrieben noch etwas erhalten.

Wir haben eine Mitteilung an den VK geschickt, der daraufhin einen Nachforschungsantrag bei Hermes gestellt hatte. Einige Tage später kommt der Zusteller ziemlich aufgeregt und fragt nach der Sendung. Erst beschuldigt er die 14 jährige Tochter von unserer Nachbarin, dann von Angesicht zu Angesicht ändert er seine Aussage und plötzlich weisst er nicht wem und wo er die Sendung abgegeben bzw. abgelegt hatte. Er gibt zu, dass er den Erhalt selbst (!) mit unserem Namen unterschrieben hat (Urkundenfälschung?). Er fragte nach dem Wert der Sendung und regte sich auf, dass wir wegen 17 Euro solchen Zirkus (bei VK als nicht erhalten melden und Nachforschungsantrag stellen lassen) machen. Weiterhin meinte er, dass er nur 50 Cent pro Päckchen bekommt und wenn er noch zusätzlich zwei oder drei mal kommen müsste, weil der Empfänger nicht zu Hause ist, dann muss er die Fahrten aus eigenen Tasche zahlen und das sieht er nicht ein.

Er ist dann die Treppe runter gelaufen und hat laut auf türkisch geschimpft (gehe ich davon aus, dass es Beleidigungen waren und freue mich, dass ich das nicht verstanden habe). Einige Tage nach dem Vorfall erwarteten wir an einem Mittwoch eine Sendung vom Versandhaus B. und uns noch keine Gedanken gemacht haben als kein Paket zugestellt wurde. Am Abend dann eine Anfrage vom Versandhaus, dass die Sendung als "Annahme verweigert" zurückgeschickt wurde und man wollte wissen warum. Meine Mutter war zu Hause und der Bote hat bei uns nicht geklingelt. Wir haben zwar leichte Bedenken über die Zuverlässigkeit des Zustellers geäussert und den Vorfall mit Unterschriftsfälschung und Paketverlust geschildert. Daraufhin hat das Versandhaus B. unsere Sendung erneut abgeschickt und das sollte per Eilservice am folgendem Samstag zugestellt werden. Wir haben am Samstag den Fahrer/ Zusteller an unserem Haus vorbei fahren sehen und prompt in der Sekunde erscheint bei der Sendungshistorie Vermerk "Annahme verweigert". Das Versandhaus und auch ich haben uns über die Willkür des Zustellers beschwert. Die Sendung wurde wieder zum bereits dritten Mal abgeschickt und sollte am darauffolgendem Donnerstag zwischen 10 Uhr und 14 Uhr 30 zugestellt werden. Kurz vor 12 Uhr dann ein Vermerk, dass die Sendung beschädigt wurde (das als Annahme verweigert Kennzeichnen hat er sich schon wohl nicht mehr getraut). Ich gehe davon aus, dass der Zusteller selbst die Sendung beschädigt hatte, nur damit er sie an uns nicht zustellen muss. Habe sofort den Kundendienst angerufen und mich beschwert.

Das Versandhaus hat die erneute Zustellung am Samstag verlangt (ich sollte die Verpackung fotografieren und den Inhalt in Anwesenheit des Zustellers prüfen) und das wurde auch seitens Hermes Kundendienst zugesichert. Einige Stunden später lese ich ein Vermerk "Sendung an den Versender zurückgeschickt". Sollte der Paket bis dato nur minimale Schäden haben (wenn überhaupt), wurde dann bestimmt richtig misshandelt, um die Retour zu rechtfertigen.

Ich habe nun mit dem Versandhaus nur Lieferungen per DHL vereinbart und werde demnächst jeden Verkäufer vor dem Kauf fragen, ob Versand per Post oder anderen Anbieter möglich ist. Bei Hermes verzichte ich ganz auf den Kauf.
Wenn man die alle Beschwerden und negative Meinungen über die Zusteller liesst und dann schon seit Jahren, dann fragt man sich warum dieses Unternehmen auf sein Ruf nicht achtet und weiterhin solche unzuverlässige Leute beschäftigt. Die Zusteller schaden selbst dem Ruf vom Hermes, weil sie sich über Arbeitsbedingungen und Bezahlung beschweren. Was mich auch stört ist die Tatsache, dass vorwiegend ausländische Mitbürger als Zusteller tätig sind. Viele können nicht mal deutsch und auf einfache Fragen zucken die nur mit den Schultern.
Anfangs war der Zusteller richtig nett und hat sich bei meiner Mutter über die schwere Arbeit und mangelnde Bezahlung beschwert und ausgeheult und weil er in der Vergangenheit die Pakete bis an die Tür lieferte, hat ihm meine Mutter öfter Trinkgeld und kleine Geschenke gegeben. Nach einer Weile hat die Nettigkeit etwas nachgelassen so nach dem Motto "bei der Alten brauche ich mich nicht mehr anstrengen, von der bekomme ich sowieso immer was ab". Mittlerweile glaube ich, dass wenn wir dem Zusteller einen Obolus in bar gegeben hätten, dann hätte er die Pakete ohne Probleme beim ersten Mal zugestellt. Am Besten gar nicht beschweren, keine Beanstandungen oder Nachforschungen stellen, wenn Pakete verloren gehen und den Verlust schweigend hinnehmen und die Zusteller womöglich noch "schmieren". Dann klappt es mit der Zustellung und die Pakete (ausser den verlorenen) werden geliefert.

Bis heute hat Hermes auf meine Beschwerden ausser einer Standartantwort nicht reagiert. Ist das Unternehmen von solchen Arbeitern abhängig? Ich will den Zusteller überhaupt nicht des Diebstahls bezichtigen, nur warum fälscht er meinen Unterschrift und weisst dann nicht wo oder wem er das Päckchen gegeben hat? Allein die Unterschriftsfälschung ist schon eine Straftat und wird vom Arbeitgeber geduldet?

Meine Forderung

Entschuldigung vom Zusteller

Firmenantwort

06.11.2015 | 09:19 Uhr · Hermes Logistik Gruppe Deutsch...

Lieber Matze,

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Ihr Social Service-Team der Hermes Logistik Gruppe Deutschland GmbH