Wie so viele andere ist auch mein Päckchen mit nicht mehr benötigter Hardware nicht bei O2 angekommen. Die Firma scheint nach einem vordefinierten Schlüssel entweder jeden Kunden oder eine gewisse prozentuale Quote die nicht-Rücksendung alter Hardware zu berechnen. Die Beträge scheinen sich dabei zwischen 20 und 100€ zu bewegen. Das System baut darauf, dass ein Teil der Kunden keine Einlieferungsbelege der Post mehr besitzt (die Quote dürfte hoch sein) und darum die Rücksendung nicht beweisen kann.
Eine Sendungsnachverfolgung durch den Kunden ist ebenfalls nicht möglich, da er die Sendungsnummer nicht hat und O2 diese nicht herausgibt. In ihrem IT-System müsste ja ein Beleg über den ausgestellten Retourenschein vorhanden sein, der ebenfalls die Sendungsnummer enthält. Diesen geben sie allerdings -natürlich - nicht an Kunden heraus.
Dieses Vorgehen ist schon im äußerst dunkelgrauen gesetzlichen Bereich. Eine Wirtschaftsprüfung müsste doch folgendes feststellen:
Die Anzahl aller zurückgeforderten Geräte minus der Anzahl der Forderungen an Kunden für ausgebliebene Rücksendung müsste ja der Anzahl an von DHL berechneten Päckchen für Retouresendungen entsprechen.
Ich verwette meinen linken kleinen Finger, dass die tatsächlichen Kosten für Retouresendungen um ein vielfaches höher liegen.
Meine Forderung an Telefónica:
Transparenz bei der Telefonica schaffen, systematische Kundenausnutzung abstellen
Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?
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Auch wenn Du nicht versichert bist, würde ich das dubiose Geschäftsgebahren nicht hinnehmen. Ich empfehle eine Beschwerde bei der Schlichtungsstelle der Bundesnetzagentur. Das ist sozusagen die behördliche Aufsicht für das Post- und Telekommunikationswesen. Gegenüber der BNA ist o2 auskunftspflichtig und dann können die ja mal erklären, wieso vermisste Geräte teilweise erst nach Monaten oder Jahren angemahnt werden, oder warum dem Kunden ein Rechercheauftrag bei DHL von vornherin unmöglich gemacht wird, weil die Sendungsnummern nicht rausgegeben werden. Das stinkt alles gewaltig zum Himmel.
Der Schlichtungsantrag kostet nix, kann aber einige Wochen dauern. Bitte während der Wartezeit die Kündigungsfrist nicht verschlafen.
Viele Grüße!